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Die Glaubenssäulen des Islams

Hier kann man mehr über unsere Ideologie erfahren und woran wir glauben.

Die Glaubenssäulen des Islams

Beitragvon admin » Fr Apr 09, 2010 7:07 pm

Der Islam besteht wie jede andere Religion aus Glauben und Taten. Und wie jeder Bau hat der Islam auch Grundsäulen, ohne die er nicht gebaut werden kann. Ich möchte im folgenden die Säulen des islamischen Glaubens sowie der islamischen Taten zusammenfassend erklären:


Die sechs Säulen des islamischen Glaubens:

1) Das erste, was ein Mensch zu einem Muslim macht, ist, dass er an Allah als einzigen Gott glaubt sowie an seinen Gesandten Muhammad als Propheten. Dieses nennt man das Glaubensbekenntnis. Jedoch damit das Glaubensbekenntnis auch wirksam wird, soll es nicht nur von der Zunge kommen, sondern aus dem Herzen und aus voller Überzeugung. Dieses Glaubensbekenntnis bleibt ja wirksam, solange man es nicht mit einem anderen Glauben oder mit einer anderen Tat ungültig macht. Es ist nicht nur eine Aussage, die man macht, sondern viel mehr soll man dann wirklich überzeugt sein, dass Allah der Gott ist, und dass alles, was er sagt und macht zu 100 % richtig ist. In einem anderen Beitrag wird noch erklärt, was dieser Glaube beinhaltet.

2) Die zweite Glaubenssäule ist der Glaube an die fehlerfreien Engel, die Allah für seinen Dienst erschaffen hat. Diese Engel haben unterschiedliche Funktionen und erfüllen bestimmte Aufgaben. Ohne an diese Engel zu glauben, kann man nicht Muslim sein. Diese Engel sind uns zum Teil bekannt, wie z.B. Gabriel (Engel der Offenbarung) und Malik (Engel der Hölle), aber zum größten Teil unbekannt. Jeder Mensch hat laut islamischem Glauben 2 Engel, die seine Taten aufschreiben. Der eine (rechte Seite) schreibt die guten Taten auf, und der andere (linke Seite) schreibt die schlechten Taten auf.

3) Die dritte Glaubenssäule meiner Religion ist der Glaube an die Schriften Allahs, vor allem an den edlen Quran, die Allah seinem Gesandten Muhammad herabgesandt hat. Wichtig ist es, dass man an alle Gottesbücher (Offenbarungsbücher) in ihrer Originalform glaubt, ohne irgendeine davon abzulehnen oder zu beleidigen. Wir glauben also unter anderem an das Evangelium, das Allah Jesus gegeben hat, sowie an die Thora, die Allah Moses offenbart hat. Da Allah uns mitgeteit hat, dass die heutigen Bücher der Juden und Christen den Originalbüchern Allahs nicht entsprechen, was ja auch jedem durch die Unterschiede dieser Bücher auffallen sollte, glauben wir auch daran, dass diese Bücher nicht ganz von Gott stammen, sondern nur teilweise. Sie sind für uns deshalb kein Maßstab, und wir benutzen sie nicht um unsere Religion zu lernen, sondern um den Juden und Christen die Wahrheit und die Beweise für den Islam aus ihren eigenen Büchern zu zeigen. Wer eine Gottes Schrift ablehnt, der hat den Islam verlassen, egal ob man dann den Quran ablehnt, oder das Evangelium.

4) Die vierte Säule ist der Glaube an alle Gesandten Allahs, einschließlich dem letzten Propheten Muhammad; Moses, Jesus, Abraham, Joseph, David, Friede mit ihnen allen... ect. Der Muslim kann nicht Muslim werden, bevor er nicht an all diese Propheten glaubt, und sie liebt und ihre Botschaften anerkennt. Wer einen einzigen Propheten ablehnt, der hat den Islam verlassen. Für uns Muslime gilt die Wahrheit, dass jeder Prophet vor dem Propheten Muhammad keine komplette Religion, sondern Gottesgesetze in Form von Offenbarungen bekommen hat. Deshalb finden wir auch, dass alle Propheten ihre Religionen nicht benannt haben, wie zum Beispiel das Judentum, und das Christentum, denn diese Religionen waren nicht vollständig, und sollten mit dem Islam noch beendet werden. Es waren unterschiedliche Gottes Gesandte, die alle zum selben Gott riefen, jedoch unterschiedliche Gottesdienste gebracht haben, ohne diese Gottesdienste als Religion für die Menschheit zu bestimmen. Später als diese Propheten verstorben sind, hat man viele Sachen an den Religionen verändert, wie z.B. den Namen dieser Religion. Deshalb ist für uns Muslime unumgänglich trotz des Glaubens an alle Propheten, dass wir nur die Botschaft des letzten Propheten annehmen, da die anderen Botschaften von Allah nicht mehr annehmbar sind.

5) Eine andere Glaubenssäule ist auch der Glaube an den jüngsten Tag und das Leben nach dem Tode sowie die absolut gerechte Abrechnung Gottes, wo alle Menschen zwangsläufig zur Rechenschaft gezogen werden. Dieser Tag beginnt sofort nach dem Tode, und endet entweder im Paradies oder in der Hölle. Hier sind eher mit der Abrechnung die Seelen gemeint, die den Genuß oder die Qual spüren. Und an diesem Teil des Glaubens lässt sich ein großer Teil des Lebens des Menschen orientieren. Wer Gutes tut, der wird belohnt, und wer Schlechtes tut, der wird bestraft. Das ist die Gerechtigkeit Allahs, und sein System, nach dem sich Alles im Universum richtet. Hier muss man wissen, dass mit gut und schlecht nicht unbedingt das gemeint ist, was wir Menschen verstehen, sondern das Gute ist nur das, was Gott für gut bestimmt hat, und das Böse ist das, was er für böse bestimmt hat. Diese Abrechnung dauert so lange, und die Menschen sollen und dürfen niemals diese übersehen, sondern sollten ihr ganzes Leben mit der Vorbereitung auf diesen Tag verbringen. Vom Leben nach dem Tode haben alle Propheten erzählt.

6) Die letzte Glaubenssäule ist der Glaube an die Vorbestimmung Allahs (Qada wa Qadar), und dass er im Voraus weiß, was mit uns geschehen wird, und dass alles seiner Macht unterliegt, selbst wenn er uns den freien Willen gegeben hat. Wir haben als Menschen den freien Willen zu tun, was wir wollen. Allah hat uns jedoch seinen Willen und seine Vorbestimmung versteckt, damit wir uns anstrengen zu ihm zu kommen, und zu hoffen, dass er uns unter den guten Gottesdienern geschrieben hat. Wir dürfen nicht behaupten, dass wir nicht geglaubt haben, weil Allah das nicht wollte, denn wir können glauben, und wenn wir glauben würden, dann wird Allahs Wille auch so sein, dass wir glauben. Hätte Allah uns gesagt, wer als gläubig, und wer als ungläubig sterben wird, dann hätte unser Leben keinen Sinn mehr gehabt, denn es geht in diesem Leben lediglich darum wer freiwillig glaubt und wer nicht freiwillig glaubt. Würde man sagen, ich glaube nicht, weil so Allahs Wille für mich ist, dann würde man ihm sagen, dass wenn Allahs Wille für ihn so wäre, dass er nicht glaubt, dann wäre es auch Allahs Wille sicherlich nicht anders, als dass er bestraft wird. Denn wer sich dem ersten Willen hingegeben hat, der soll sich den zweiten hingeben, und da entfällt ein großes Argument für diejenigen, die angeblich nicht glauben wollen, weil Allah es ihnen nicht vorgeschrieben hat. Solche Leute sollen Angst vor der Vorbestimmung Allahs haben mehr als alle anderen Menschen und sollen sich beeilen zu glauben und diese Philosophie zu verlassen.


Das waren die Glaubenssäulen unserer Religion.
Die praktischen Säulen folgen bald.

assalamu
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