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Der Koran reicht alleine aus

Quranisten ist eine Gruppe, die nur den Quran vom Islam annimmt, jedoch den Weg des Propheten saw. ablehnt. Wir möchten gerne erfahren, warum das für diese der wahre ist, obwohl der Quran zu uns auch über den Propheten offenbart wurde!!

Re: Der Koran reicht alleine aus

Beitragvon Der springende Punkt » Sa Nov 24, 2012 2:05 pm

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Der springende Punkt
 
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Re: Der Koran reicht alleine aus

Beitragvon Majid Omar » So Nov 25, 2012 2:13 am

assalamu akhii Ibnu Umar sorry dass ich nochmal schreiben muss :)

Der springende Punkt hat geschrieben:HALLO Ibn Umar (schon wieder)

(Und Aḷḷāh hat auf dich das Buch und die Weisheit (ḥikma) herabgesandt) [4:113]
(Behaltet, was in euren Häusern an Versen von Aḷḷāh und an Weisheit (ḥikma) vorgetragen wird.) [33:34]
(Er ist es, der zu den Analphabeten einen Gesandten (Muḥammad) aus ihrer Mitte geschickt hat, damit er ihnen Seine Verse vorträgt, sie erläutert und sie das Buch und die Weisheit (al-ḥikma) lehrt; sie waren vordem im offensichtlichem Irrtum.) [62:2]

Willst du noch mehr? al-Qurʾān und al-Ḥikma sind zwei Paar Schuhe, impliziert durch das Wort و ("und"). "Ich kaufe mir ein Haus und ein Auto" – verstanden?


Ich gehe jetzt auf dieses Argument ein:

"Weisheit حكمة (Hikma)" ist ein wiederkehrendes Wort im Koran.

Wie Wir auch unter euch einen Gesandten aus eurer Mitte erstehen ließen, der euch Unsere Verse verliest und euch läutert und euch das Buch und die Weisheit lehrt und euch lehrt, was ihr nicht wußtet, (2:151)

Beziehen sich "das Buch und die Weisheit" in diesem Vers auf zwei verschiedene Dinge? Beachten Sie, dass die Verwendung des arabischen Wortes für "und", و (wa) ist und eher beiläufig und sparsam im Arabischen verwendet wird, während es im Englischen (wie auch im Deutschen (Anm. d. Ü.)) wesentlich mehr Gewicht hat und auf die Unterteilung zweier Dinge hindeutet (Kommata wären angemessener).

Beim Blick auf andere Verse, die حكمة (Hikma) beinhalten, ist festzustellen, dass damit der Koran gemeint ist.

Dies ist ein Teil von der Weisheit (Hikma / حكمة), die dir dein Herr offenbart hat. Und setze neben Allah keinen anderen Gott, auf daß du nicht in Dschahannam geworfen werdest, verdammt und verstoßen. (17:39)

Dies sind die Verse der weisen (Hikma / حكمة) Schrift , (31:2)

Und gedenkt der Verse Allahs (ايات الله / ayaat Allah) und der Weisheiten (Hikma / حكمة), die in euren Häusern verlesen (yuthla / يطلى) werden; denn Allah ist Gütig, Allkundig. (33:34)

Wie kann im oberen Vers "Weisheit" (Hikma / حكمة) in den Häusern verlesen werden, wenn es sich nicht um den Koran handelt? Hier geht es offensichtlich um die Rezitation der koranischen Verse, wenn die Verse Allahs und die Weisheit (Hikma / حكمة) verlesen werden, d.h. Buch und Weisheit beziehen sich ausschließlich auf den Koran. Daher bezieht sich 2:151 ebenfalls nicht auf zwei verschiedene Dingen, sondern nur auf eines: den Koran. Nochmals: die Benutzung des Wortes "und" stellt keine Teilung in zwei verschiedene Aspekte dar. Diese Tatsache kann auch im folgenden Vers beobachtet werden:

Wahrlich, Wir schickten Unsere Gesandten mit klaren Beweisen und sandten mit ihnen das Buch und die Waagewerte herab, auf daß die Menschen Gerechtigkeit üben mögen. [...] (57:25)

Die Waagewerte / الميزان und das Buch meinen beide den Koran. Hier wird gesagt "das Buch und die Waagewerte", wie zuvor "das Buch und die Weisheit".

حكمة (Hikma Weisheit) auch in anderen Versen in Bezug auf den Koran benutzt:

[...] gedenkt der Gnade Allahs, die Er euch erwiesen hat und dessen, was Er euch vom Buch und der Weisheit herabgesandt hat, um euch damit zu ermahnen. Und fürchtet Allah und wisset, daß Allah über alles Bescheid weiß. (2:231)

Die Worte "herabgesandt hat (Anzala / انزل)", wie sie im obigen Vers benutzt werden, werden so im Koran üblicherweise in Bezug auf Allah's offenbarte Verse verwendet. Koranisch gesehen wäre es sehr seltsam für Allah, wenn er die Worte "herabgesandt hat" benutzen würde um die gewöhnlichen Worte des Propheten, die keinen Unterschied zu seinen sonstigen Worten aufweisen, zu beschreiben. Daher beziehen sich "Das Buch und die Weisheit" auf den Koran. Der Koran ist beides: Buch und Weisheit.

Weitere Beispiele für "Buch und Weisheit" im Koran:

Und da nahm Allah von den Propheten den Bund entgegen (des Inhalts:) "Wenn Ich euch das Buch und die Weisheit gebe, dann wird zu euch ein Gesandter kommen und das bestätigen, was ihr habt. Wahrlich, ihr sollt ihm glauben und sollt ihm helfen." Er sprach: "Erkennt ihr das an und nehmt ihr unter dieser (Bedingung) das Bündnis mit Mir an?" Sie sagten: "Wir erkennen es an." Er sprach: "So bezeugt es, und Ich will mit euch (ein Zeuge) unter den Zeugen sein." (3:81)

Und, unser Herr, erwecke unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte, der ihnen Deine Worte verliest und sie das Buch und die Weisheit lehrt und sie läutert; denn wahrlich, Du bist der Allmächtige, der Allweise." (2:129)

Oder beneiden sie die Menschen um das, was Allah ihnen aus Seiner Huld gegeben hat? Nun, Wir gaben wohl dem Haus Abrahams das Buch und die Weisheit, und Wir gaben ihnen ein mächtiges Reich. (4:54)

Zum Abschluss, als weiterer Aspekt, ist zu sagen, dass sich im Koran Hikma / حكمة< ebenfalls auf die Erkenntnisse bezieht, die alle wahren Gläubigen teilen. Dabei kann es sich um den Glauben an die Existenz Allahs handeln, den Tag des jüngsten Gerichts und das Festhalten an guten Taten, die Fähigkeit sein Gewissen zu nutzen oder über Allah's Zeichen nachzudenken.

Er gibt die Weisheit, wem Er will, und wem da Weisheit gegeben wurde, dem wurde hohes Gut gegeben; doch niemand bedenkt dies außer denjenigen, die Verstand haben. (2:269)

Die Bücher Allahs lehren die Menschen diese Qualitäten, die eine weise Person auszeichnen. Dies mag denn auch der Grund sein, weswegen der Koran und alle vorhergehenden Schriften auf den Begriff "Weisheit" Hikma / حكمة' verweisen.

und hier

DER KORAN ALS DIE QUELLE DER WEISHEIT

2:151 Wie Wir euch einen Gesandten aus eurer Mitte sandten, um
euch Unsere Verse zu verlesen und um euch zu reinigen, und um euch
das Buch und die Weisheit und um das zu lehren, was ihr nicht
wusstet.

Es wird behauptet, dass das Wort 'Weisheit' die Sunna und die Ahadith mit
einschließt, was äußerst unsinnig ist. Weisheit ist dem Koran zuzuschreiben:

10:1 Alif Lam Ra. Dies sind die Zeichen des Buches der Weisheit.
36:2 Beim Koran voller Weisheit.
43:4 Und wahrlich, er ist bei Uns in der Mutterschrift. Ehrbar und
voller Weisheit.

Darüber hinaus folgt den Versen aus Sure 17, die aufzählen, was verboten und
erlaubt ist, der folgende Vers:

17:39 Dies ist ein Teil der Weisheit, die dir dein Herr offenbart
hat. ...

Die Gottes Offenbarungen zugeschriebene Weisheit werden bis zum 39. Vers der
Sure Die Kinder Israels erwähnt: Gott nichts beizugesellen (22. Vers); Ihm allein
zu dienen und den Eltern gegenüber gutes Benehmen aufzuzeigen (23); die Art
und Weise, wie dieses Benehmen sein sollte (24); die Tatsache, dass unser Herr
weiß, was wir in unserem Herzen haben (25); den nächsten Verwandten, den
Bedürftigen und den Reisenden ihren Anteil zu geben (26)...
Der Koran ist das Nachschlagewerk, in welchem sowohl die Sunna als auch die
Weisheit gefunden werden kann. Die Beschränkungen von Gott, wie sie im Koran
festgelegt sind, sind Weisheit, welche auch Gehorsam gegenüber Seinem
Gesandten, dem Propheten, einschließt. Der zu Mohammed offenbarte Koran
wurde uns durch seinen Mund mitgeteilt. Die meisten der Verse beginnen mit
dem Imperativ 'Sprich', die ihn ansprechen. Der Botschaft zu gehorchen bedeutet
gleichzeitig Gott und Seinem Gesandten zu gehorchen. Wäre Gottes Offenbarung
nicht vollständig, was wäre dann die Funktion des Koran? Wieso sollte Gott Seine
Botschaft unvollständig hinterlassen, um von anderen Quellen vervollständigt zu
werden? Hätte Gott beabsichtigt, uns weitere Verfügungen zu geben, so hätte Er
gewiss die Dicke des Buches anwachsen lassen. Eigentlich wird es im Koran
erwähnt, dass das Buch alle nötigen Einzelheiten beinhaltet, die zu wissen sind.
Um ein Beispiel zu solchen Einzelheiten zu geben, beachten Sie bitte, dass der
Koran den Menschen eindringlich ermahnt, der sich in einer Notlage befindet, das
verbotene Fleisch zu essen, ohne die Grenzen zu überschreiten, ein sicher sehr
außergewöhnlicher Fall. Wie können wir angesichts dieser Tatsache mutmaßen,
dass Gott in Seinem Buch Lücken hinterlassen hat? Was auch immer Er Seinen
Geschöpfen nicht vorgeschrieben hat, hat Er dem Ermessen Seiner Diener
überlassen.

wo die Argumentation kommen interssieren mich nicht ich werde gerne darauf eingehen viewtopic.php?f=14&t=1835
wer intereesse hat um mitzulesen

assalamu akhii Ibnu Umar
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Re: Der Koran reicht alleine aus

Beitragvon ibn ʿUmar » So Nov 25, 2012 6:34 am

wa 'alaykum as-Salām wa rahmatullāhi wa barakātuh!

Kann mir einer sagen, wann der Takfīr erlaubt ist?
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