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[Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Hier könnt ihr eure Witze schreiben, und alles, was euch einfällt an schönen Geschichten.

[Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon Moe » Di Mai 21, 2013 1:05 pm

Das folgende ist aus Langeweile während den Vorlesungen entstanden. Es ist nur Spaß und soll nicht für voll genommen werden, auch wenn vlt. der ein oder andere Satz einen wahren Kern hat.

Titel: Merkmale jener Muslime, welche glauben, auf haqq sind.

1. Punkt:
Äußerlich auffälligstes Merkmal ist das Heben des Zeigefingers. Dabei gilt: je höher der Zeigefinger gehoben wird, desto höher das Ansehen und die Rechtleitung. Optimal ist es, wenn man mit dem Zeigefinger die Decke berührt. Wie Patrick Star al-Najmī zu SpongeBob bin Schwammkopf al-Quallenfischer sagte: „Ist der Finger oben, wird man dich loben!“
2. Punkt:
Arabische Sprache ist maßlos overhyped. Wer braucht sie schon, um die Religion begreifen zu können?! Wichtig ist, dass man nur bestimmte Fachtermini beherrscht und gekonnt anwenden kann, sodass der Eindruck beim Leser entsteht, dass der Sprecher tieffundiertes Wissen besitzt. Zu diesen Begriffen gehören 'Takfeer', ‘Kufr bi t-Taghoot' und 'Nawaaqid al-Imaan'. Mit diesen Worten ausgestattet kann es dann losgehen, Regenten, ihre Armeen und Bürger und alle Gelehrten, welche nicht Illoyalität gegen die Regenten predigen und sie exkommunizierten, für Ungläubige zu erklären.
3. Punkt:
Je unbekannter der Gelehrte ist, den man folgt und zitiert, desto größer der Eindruck beim Gegenüber. Es ist nicht einmal wichtig, seinen Werdegang zu kennen. Es gilt primär: Je öfter dieser Mann 'Kufr bi t-Taghoot' predigt, 90% der Muslime exkommuniziert und alle, welche Muslime sind und zu ihrer Verteidigung eine Waffe in die Hand nehmen als 'Juhaal' bezeichnet, desto naher ist dieser Mann an der Wahrheit.
4. Punkt:
Je öfter man 'Palastgelehrte' ruft, desto beeindruckender wirkt es. Besonders wirksam ist es, obwohl man weder auf arabisch 'Ich bin Muslim und folge einen Mann, dessen Namen ich nicht einmal schreiben kann.', noch auch nur 10 Ahadith auswendig kann, in diesem Fall Bin Baz, Bin Uthaymin und Al Albani zu nennen. Wenn man diese als Palastgelehrte (auf deutsch wohlgemerkt, denn auf arabisch kennt man das Wort nicht) bezeichnet, ist dies Zeugnis ganz besonderen Wissens. Ohnehin sind Palastgelehrte alle, welche kein Takfir auf alle Regenten, ihren Beamten und Armeen und ihrem Volk machen.
5. Punkt:
Es gilt: Alle sind Murji'ah außer sie selbst. Wenn wir das begriffen haben, verstehen wir auch, wieso sie traurig sind, wenn man sie Takfiries und Khawaarij nennt.

Wenn Du jetzt auf diese Punkte achtest, hast Du den ultimativen Leitfaden dafür, wie Du sie erkennst: Die glauben, einzig auf den richtigen Weg zu sein.
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Re: [Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon ibn ʿUmar » Do Mai 23, 2013 2:24 pm

Moe hat geschrieben:2. Punkt:
Arabische Sprache ist maßlos overhyped. Wer braucht sie schon, um die Religion begreifen zu können?! Wichtig ist, dass man nur bestimmte Fachtermini beherrscht und gekonnt anwenden kann, sodass der Eindruck beim Leser entsteht, dass der Sprecher tieffundiertes Wissen besitzt. Zu diesen Begriffen gehören 'Takfeer', ‘Kufr bi t-Taghoot' und 'Nawaaqid al-Imaan'. Mit diesen Worten ausgestattet kann es dann losgehen, Regenten, ihre Armeen und Bürger und alle Gelehrten, welche nicht Illoyalität gegen die Regenten predigen und sie exkommunizierten, für Ungläubige zu erklären.

Wie wahr! Einst zitierte jemand die ʾĀyāt 44, 45 und 47 aus Sūra al-Māʾida; und so fragte ich - natürlich nicht ahnend, dass dieser jemand ein derartiger Ǧāhil war: »Kufr al-akbar oder Kufr al-aṣġar?«, und bekam die nüchterne Antwort: »Verstehe deine Frage nicht.«
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Re: [Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon Moe » Mi Jun 12, 2013 8:30 pm

Salam und Willkommen zurück! Schön, dass Ihr wieder dabei seid! Was erwartet Euch dieses mal?

Heute analysieren wir das Verhalten total fromm erscheinender Glaubensgeschwister im Netz, wie man sie in Foren und sozialen Netzwerken findet. Also lest aufmerksam mit! Denn wir geben auch Tipps und Tricks, wie Ihr super hipp und wissend rüberkommen werdet! Garantiert!!!

Wer kennt es nicht: Da surft man auf Facebook, scrollt auf und ab und da stechen sie sofort ins Auge - die Abu Fulanss und Umm ‘Illans! Sie beeindrucken uns mit ihrer eloquenten, islamischen Ausdrucksweise wie 'Ukhtis', 'Jahils' oder 'Uzr bil Jahl', ihrer aufopfernen Art, wie sie andere Muslime öffentlich bloß stellen, immerzu erwähnend, wie tief die Ummah gefallen ist. Sofort ergreift uns der Wunsch, auch so zu sein wie sie. Wie aber nur? Hier die Methologie!

1) Akhi und Ukhti
Benutze so oft es geht den arabischen Ausdruck für Bruder und Schwester, egal wie oft! Es ist nicht schlimm, wenn Du weder auf Grammatik, Rechtschreibung oder logischem Aufbau Wert legst - all dies wird aus der Wahrnehmung verschwinden, wenn Du nur oft genug 'Akhi' und 'Ukhti' schreibst. Selbst wenn Dein ganzer Satzabschnitt vollständig in deutsch verfasst worden ist und das einzig arabische Wort ein 'Akhi' sein sollte - nein, es sieht nicht völlig bescheuert aus, keine Sorge! Elegant ist es besonders, wenn man 'Akhi' gleich zu Beginn und am Ende schreibt. Beispiel:

„Akhi, es ist wirklich so wie Du sagst, Akhi?“

Stilistisch bestechend ist die Form, wenn inmitten des Satzgefüges ebenfalls dieser Ausdruck vorkommt. Wenn der Satzbau den Ausdruck 'Ukhti' nicht logisch zulässt, forme den Satz einfach um. Beispiel:

„Ja liebe Ukhti, dieser sog. Gelehrte ist so ein Jahil, SubhanAllah Ukhti, voll der Palastgelehrte in Wahrheit!“

2) Pseudopliralformen
Möchtest Du mehr als einen Akh oder Ukht ansprechen, ist es ausreichend, ein 's' hinter dem Ausdruck hinzuzufügen. Wenn Du also zum Beispiel sagen möchtest, dass alle Glaubensschwestern heutzutage nicht mal mehr kochen können, sagst Du:

„Allahu Akbar Akhi! Die Ukhtis von heute können nicht einmal Nudeln mit Sauce zubereiten und sehen aus wie gerade aus dem Grab auferstanden, wenn man nach Hause kommt, Akhi!“

Das man die Pluralform nicht auch einfach in 2 min ergooglen könnte, fällt dabei nicht zur Last. Denn da 95% der Mitleser eh nicht darauf kommen, fällt dieser unbedeutende Kleinigkeit kaum ins Gewicht.

3) Vielfalt arabischer Begriffe
Je mehr arabische Wörter im Text vorkommen, desto wissender erscheint man beim Leser. Dabei gilt zu beachten, dass es Schlüsselbegriffe zu nennen gilt. Beispiel:

„Ya Akhi, Itaqillah! Du sagst, dass Albani ein Alim gewesen sein soll? Schau Dir diesen Miskin doch an, Akhi, wie er nicht einmal die Fundamente des Iman begriffen hatte, Akhi! Er sagt, es gebe Uzr bil Jahl, dabei ist ER der Jahil, Akhi!“

Wirkt diese Aussage auf Dich wie von jemanden, der wissend ist? Ja? Natürlich. Genauso und nicht anders nämlich artikuliert sich ein wahrer Abu Fulan.

4) Hijra machen
Man sollte so oft es geht erwähnen, dass man auswandern möchte. Natürlich benutzt man den arabischen Fachtermini 'Hijra' dafür. Je öfter man dies erwähnt, desto frömmer erscheint man. Denn nur die Unfrommen wollen in DE bleiben. Dabei spielt es keine Rolle, dass man keine realistische Chance dazu hat, weil man zum Beispiel finanziell zu wenig verdient oder als Frau nicht alleine ausreisen will. Alleine, dass man es ständig erwähnt, genügt, um das Ansehen zu erhöhen.

5) Nichtmuslime verfluchen
Besonders effektiv zur Bildung einer frommen Erscheinung ist es, Nichtmuslime immer und intensiv schlecht zu reden. Auch hier benutzt man den Fachbegriff 'Kafir', wobei hier ausnahmsweise der Pseudoplural 'Kafirs' deplatziert wirkt - 'Kuffar' ist der korrekte Ausdruck. Dass er mit dem eigentlichen Arabischen übereinstimmt, ist überraschend und Subjekt kontroverser Diskussionen. Die naheliegenste Ansicht besagt, dass wohl in diesem Fall Google genutzt worden sein und der Begriff Ausbreitung gefunden haben könnte. Die Hypothesen bewegen sich jedoch nur auf spekulativer Ebene.

Was nun die Schmähung der Nichtmuslime angeht, gibt es kaum Grenzen. Man nennt neben ihrem Unglauben ihr System, ihre Normen, ihre Sitten und ihre Umgamgsformen. Dabei ist es nur unerheblich, dass jene Kritik bis auf die Ausnahme bzgl. dem Glauben, vollständig auf die eigene Ummah zurückfällt. Denn die Ummah kritisiert man nur speziell wie „es gibt keine richtigen Ulama mehr“ oder „die Akhies von heute sind so faul“, Aussagen wie „die Ummah ist verdorben“ finden wenig Anklang.



Gewappnet mit diesen Tipps kann es losgehen, sich auf Facebook als wissende Person zu präsentieren! Wir wünschen viel Erfolg und hoffen, Euch auch beim nächsten mal begrüßen zu dürfen!

(Anmerkung: Es handelt sich ausdrücklich nur um Spaß. Dieser Thread dient nur zur Belustigung. Niemand soll angegriffen oder bloßgestellt werden.)

السلام عليكم ورحمة الله وبركاته
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Re: [Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon Moe » Do Jun 27, 2013 12:29 pm

Von einem Bruder:

Wörterbuch für islamische Internetseiten, PDFs und Youtube-Clips

Manchmal ist es schwer den Jargon der Internetgelehrten und Facebookstudenten zu verstehen. Einige noble Pioniere haben daher ein paar nützliche Worterklärungen im Internet gepostet. Mit diesen Übersetzungen wirst du den Berg an Informationen "besser" verstehen und du wirst erkennen was mit den Aussagen wirklich gemeint ist:

Jarh wal-Ta'dil - Euphemismus für Lästern

Der Manhaj - Das persönliche Eigentum des Autors

Die Kibar al-Ulama - diejenigen mit denen man keine Meinungsverschiedenheit hat

Khawarij - jeder der denkt, dass arabische Herrscher Trottel sind

"Wahrlich" - ich hab nichts gelernt aber dieses Wort aufgeschnappt und werde es unnötig oft benutzen

"Er sitzt mit Leuten der Erneuerung" - er hat mal mit einem geredet dessen Hose über die Knöchel ging

Meine Ergänzungen:

Warnen - ich und meine Freunde machen kindische Witze über andere

Shaykh - Mann mit Bart

"der redet wenigstens Haqq" - er schreit und beleidigt nicht-Muslime mit banalisierten Slogans

"von wem nimmst du dein Wissen" - wie kannst du bloß eine andere Meinung haben

Bida - alles was man nicht kennt
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Re: [Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon PenName » Do Jun 27, 2013 3:59 pm

Letztens auf Facebook:

Translation courtesy of Amr Abualrub:

Shaikh Hatim bin `Awni al-Sharif said,
"`Umar bin Is-haq said, 'I met the companions of the Prophet, salla-llahu `alaihi wa sallam, and I never found a people more lenient and less strict in their daily lives than them.'
This was a characteristic of knowledge and faith during the first generations, because they were true people of knowledge and faith. Strictness and making everything Haram (prohibited) was not a sign of faith then as it is today!
People have made many different types of permissible leisure activities Haram; they have become strict and have forbidden things that Allah has made permissible, through various reasonings. Sometimes, they would use the excuse of closing means to doing forbidden things (Sadd al-Thari`ah), at other times, they would use the excuse that it is imitation of the disbelievers (Tashabbuh bi al-Kuffar), and at other times, they use the excuse that the religious text [allowing such an action] has actually been misinterpreted.
This strictness and making everything Haram has led to driving people away from the religion, and people's hearts have become less accepting towards the religion, rather than making their hearts feel at ease towards the religion.
Had `Umar bin Is-haq seen them, one would know the huge difference between them and the Sahabah, may Allah be pleased with them, and would know that the fact we claim to be 'Salafi' or follow the Salaf (the pious predecessors) contains a great amount of false claiming!!"
يقول عمير بن إسحاق ( وهو تابعي متثبت) : (( أدركت من أصحاب رسول الله صلى الله عليه وسلم أكثر ممن سبقني منهم ، فلم أر قوما أهون سيرة ولا أقل تشديدا منهم )) .
هكذا كانت علامة العلم والإيمان في الجيل الأول ؛ لأنهم كانوا أهل علم وإيمان بحق . ولم يكن التشديد والتحريم هو علامة العلم والإيمان ، كما هو اليوم !
لقد حرموا أنواعا كثيرة من اللهو المباح ، وشددوا بتحريم ما أباح الله بحجة سد الذريعة مرة ، ومرة بحجة التشبه ، ومرة بحجة الفهم السقيم للنص ، وتراكت منهم أخطاء التحريم والتضييق هذه ، حتى نفروا الناس من الدين ، وضاقت به النفوس بدلا من أن تنشرح به .
فلو رآهم عمير بن إسحاق ، لعرف الفرق الشاسع بينهم وبين الصحابة رضوان الله عليهم ، ولعلم أن انتسابنا للسلف انتساب فيه تجوز كبير !!!
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Re: [Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon Moe » Do Jul 25, 2013 11:58 pm

Hallo und herzliches Willkommen zu unsrem nächsten Teil unserer Reihe.

Das heutige Thema lautet: Sonderbare Phänomene in sozialen Netzwerken, Teil 1:

Phänomen Nr. 1:

Man wundert sich: Da scrollt man durch Fratzenbook und dann passiert es: Itaqillah Akhee!, ein augenscheilich von einer vorgeblich schamhaften Schwester geführtes Profil kommentiert einen öffentlichen Beitrag folgendermaßen:

„hihi ja schatz, du hast Recht :p„

oder

„Masha Allah Bruder! Toll, wie Du die Jahils totargumentiert hast!“

Neben einer Mixtur aus Übelkeit, Fremdschämen und Unverständnis kommt noch die verwirrende Sachlage hinzu, dass man vesucht, eine Verbindung zwischen ihrem Profilnamen und ihrer Kommentar-mentalität herzustellen. Leider scheiterten bis jetzt alle bekannten Bemühungen kläglich und so gehört dieses Phänomen zu den Rätseln weltweit, dessen Auflösung als Herausforderung des 21. Jhd. gelten können.


Phänomen Nr. 2:

Die bärtigen Brüder-Profile. Wir alle kennen sie. Sie kennzeichnen sich dadurch, da man auf ihnen 90% Bart und 10% irgend etwas anderes, was wohl die Nase darstellen soll, erkennen kann. Wie wir bereits gelernt haben, gilt:
Je länger der Bart, desto imponierender wirkt dies auf beide Geschlechter. Den männlichen FB-Nutzer überkommt ein 'auch-haben-will"-Wunsch, während die Schwestern dann das Zeichen bekommen, ruhigen Gewissens auf dessen FB-Chronik austoben zu können, indem sie Dinge liken, kommentieren und alles abchecken.

Besonders cool ist es dann, wenn man noch ein iPhone (ab 4te Generation) auf dem Profil erkennen kann und der Blick des Bruders gen Himmel zeigt. Dies strahlt Erhabenheit sowie ein Hauch von Mysteriösität aus und lenkt den Blick gezielt Riichtung Bart.
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Re: [Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon PenName » Fr Jul 26, 2013 3:26 am

Moe hat geschrieben:Hallo und herzliches Willkommen zu unsrem nächsten Teil unserer Reihe.


Phänomen Nr. 2:

Die bärtigen Brüder-Profile. Wir alle kennen sie. Sie kennzeichnen sich dadurch, da man auf ihnen 90% Bart und 10% irgend etwas anderes, was wohl die Nase darstellen soll, erkennen kann. Wie wir bereits gelernt haben, gilt:
Je länger der Bart, desto imponierender wirkt dies auf beide Geschlechter. Den männlichen FB-Nutzer überkommt ein 'auch-haben-will"-Wunsch, während die Schwestern dann das Zeichen bekommen, ruhigen Gewissens auf dessen FB-Chronik austoben zu können, indem sie Dinge liken, kommentieren und alles abchecken.

Besonders cool ist es dann, wenn man noch ein iPhone (ab 4te Generation) auf dem Profil erkennen kann und der Blick des Bruders gen Himmel zeigt. Dies strahlt Erhabenheit sowie ein Hauch von Mysteriösität aus und lenkt den Blick gezielt Riichtung Bart.


looooool wenn das einer von denen liest, kommt der sich jetzt aber blöd vor....aber zu Recht. Zwar nicht schlimm son Bartprofil aber ernsthaft...wie sieht das denn aus man man man:D
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Re: [Spaß] Die Mekmale der Rechtgeleiteten?

Beitragvon Moe » Mi Jul 31, 2013 7:09 am

Nun geht es mit einem ernsten Thema weiter... den nutzlosen Männern von heute.

Phänomen Nr. 3: Männer sind Nichtsnutze, alle.

Ja, welcher Mann hat sich nicht schon einmal mickrig gefühlt, als er die 'wo sind unsere Männer!?''-Threads gelesen hat? Da fällt einer muslimischen Frau doch glatt die Alditüte auf offener Straße hin und kein Muslim da, der ihr beim Aufheben hilft. Da fragt man sich: WO SIND BLOSS DIE MÄNNER DIESER UMMAH HIN?!

Es wäre ja zu komisch, wenn es nich zu traurig wäre!
Immer dann, wenn Unheil geschieht, sind die Männer Schuld. Eine unbekannte Muslima Mitte 40 und 2 Kindern sucht seit 3 Jahren dringend einen frommen Mann. Er muss arbeiten, gottesfürchtig sein, sie und ihre Kinder liebevoll umsorgen, gerne auch als Zweitfrau. Aber WO SIND DIE MÄNNER, wieso will sie keiner heiraten? Ja weil es vlt. Millionen andere Frauen gibt, die geheiratet werden wollen? Außerdem: Woher soll die Mann(sch)heit von gerade dieser einen Frau erfahren? Als ob es reicht, in einem 10 Personen Forum (wie diesem hier) eine Announce zu starten. Vt. hat Allah ihr nicht geschrieben, dass sie wieder heiratet? Aber nein, DIE MÄNNER SIND SCHULD.

Nun ernsthafter:
Wir alle leiden mit, wenn wir von Greueltaten insbesondere an muslimischen Kindern und Frauen lesen und hören. 3 mal dürft ihr raten, wer an all dem Schuld sind. Die Männer. WO sind sie?! Natürlich alle feige Hasen, Chips fressend auf dem Sofa lümmelnd den Internet Abū Fulān Al-Jih@distānī spielen, mehr können die nicht.

Natürlich immer ausblenden, dass es vollkommen unrealistisch ist, dass immer genug Männer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Auch bitte ausblenden, dass es fernab der Trauminseln mancher Frauen in der Realität so ist, dass es, aufgepasst, MEHR bedarf als dass wir die Welt mit Männern zuzupflastern.

Eine muslimische Frau fällt vom Glauben ab. Wer ist Schuld?! Ihr Mann! Was wieso er!? Ja wenn er sie richtig erzogen und behandelt hätte, wäre das nicht passiert! Naturgesetz! Isso!
Eine Frau wird inmitten einer Demonstration belästigt? Wo sind die gläubigen Männer, welche einen Schutzwall um die Frau bilden?

Ohnehin: Wieso lassen die Männer nicht ihre Familien, ihren Besitz, ihre Arbeit, ihr Studium, ihr Leben zurück und machen sich auf, Irak zu befreien? Ihre bloße Anwesenheit reicht schon aus, damit die Bösen Leine ziehn, isso? Die Männer sind so faul, das ist zu viel verlangt.

Und über die Ehemänner von heute wollen wir nicht reden... Oder doch, beim nächsten Post vlt..
Vlt. nur einen Satz:

"Gibt es sie nicht, die Männer, die nicht immer die neusten iPhones und PCs haben wollen?"

Wenn Ihr jetzt denkt 'OMG, ja!?', dann seht Ihr auch gerade ein, wie beklemmt manche Wesen sein müssen, um solche Fragen in öffentlichen Foren zu stellen, wie als hätten sie die halbe faule Mann(sch)heit auf ihren Sofas auf ihren Handybesitz abgecheckt. Aber mal so dermaßen Kopf gegen die Wand bei solchen Frauen...

"Öh, gibt es heute noch Männer, die auch mal FÜR die Familie kochen?"
oder
"Öhm, gibt es heute denn auch Männer, die nicht immer meckern, wenn man sie zum einkaufen bittet, öh?"

Ne Schwester, alle hinterm Mond.


In diesem Sinne: Euch gesegnete letzte Nächte.

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