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sind das Salafis?

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sind das Salafis?

Beitragvon PenName » Do Feb 09, 2012 3:21 pm

bismillah
assalamu

Sind Salafis eine abgespaltenes, isoliertes Grüppchen welche alle anderen als Takfiris, Sufis, Qurubis, Surooris, irregeleitet usw. bezeichnen?
Ich will hiermit keine endgültige Behauptung aufstellen sondern erzählen was ich beobachtet habe und warum ich das Verhalten dieser "Salafis" nicht nachvollziehen kann.

Machen sie genau das Shaikh Ibnul-Ghunayman: was beschreibt?
Das verwunderliche ist, dass sie glauben, dass sie damit den Manhaj von al-Jarh wat-tadeel umsetzen. In Wirklichkeit aber haben sie damit unwissende Führer angenommen, welche irre gingen und andere irre führen. […]

Und machen sie genau was Abdul Azeez Ibn Abdullah A’al Sheikh beschreibt?
„Wir sind nicht fehlerfrei aber die Leute zu spalten und sie zu betiteln wie ‘das ist nicht salafi’ oder ‘das ist kein Gelehrter’…das ist nicht richtig.“

Hinweise dafür: Ich hab schon von Leuten die sich Salafis nennen gesehen wie wirklich nahzu jeder Prediger und Gelehrter, der nicht auf einer Linie mit bestimmten Saudi Gelehrten, abgestempelt wird. Manchmal wegen einfachen Meinungsverschiedenheiten und manchmal sogar wegen falschen Vorwürfen. So gibts in manchen Foren Sammelthreads mit Vorwürfen und da findet man tatsächlich alle möglichen Namen. Kaum jemand bleibt dort am Ende übrig den man vertrauen soll oder von dem man Wissen nehmen darf. Die Muslime werden in Gruppen eingeteilt (nach "Manhaj" oder Sekte) und für jeden Prediger, Gelehrten, Aktivist wird eine Zuordnung gefunden zu irgendeiner Sekte zund vor ihm gewarnen. Am Ende sind dann so gut wie alle gefährlich, außer natürlich sie selber und ihre Führer. Wer von den einfachen Leuten dagegen spricht ist falsch und damit auch auf falschen Manhaj und wer einen Muslim vor den Vorwürfen in Schutz nimmt der ist dann auch ein Sektenmitglied weil er angeblich ein Sektenmitglied in Schutz nimmt. So einer wird dann "boykottiert". Weil man ja nicht mit Hizbis, Ahlu Bida usw. sitzen darf. (So trennen sich dann Brüder von der Gemeinschaft und man sieht sie Monate lang nicht mehr; das kann ich bestätigen das dieses Verhalten zu isolation führt denn sowas ist leider in unserer Moschee vorgekommen)

Sind sie genau das was der Shaykh Muhammad Ibn Saalih al-’Uthaymeen beschreibt?
Achtet auf den Unterschied: Es gibt den Weg der Salaf und es gibt eine Partei (Hizb) welche „die Salafis“ genannt werden.

Hinweise dafür: Wie oben beschrieben wird der Kreis der "richtigen" mit denen man sitzen und reden darf beschränkt auf einen kleinen Kreis die in fast allen Dingen die gleiche Meinung hat. Wer eine andere Meinung hat, hat ein falschen Manhaj. So kreiiert sich eine ideologische und dogmatische Partei. Dieser Eindruck den ich habe bestätigt sich auch in einigen Verhaltensweisen wie z.b. folgende:

1. Es gab eine Unterschriftenaktion für einen Muslim, der seit 7 Jahren zu Unrecht und ohne Verurteilung in Großbritannien eingesperrt ist. Mit dieser Unterschriftenaktion kann diesem Unrecht ernsthaft entgegnet werden. Während wohl jeder Muslim das Leid der zu Unrecht eingesperrten Geschwister teilt und sogar einem nicht-Muslim sein Recht gewährt werden muss, meinen tatsächlich einige, dass man dem Bruder Babar nicht mit einer Unterschrift helfen darf weil er angeblich ein Erneuerer ist . Interessant ist, dass man einem „Erneurer“ scheinbar nicht helfen darf wenn ihm Unrecht getan wird, auf der anderen Seite sind dies genau die selben Personen welche eindringlich propagieren wie wichtig es ist dem Herrscher zu gehorchen auch wenn dieser gegen den Islam arbeitet. Dabei weisen immer darauf hin, dass diese Herrscher ja immer noch Muslime seien aber scheinbar interessiert es nicht nicht, dass Babar auch ein Muslim ist.

Gäbe es überhaupt ein Argument dagegen einem Christen oder Juden der zu unrecht Gefangen gehalten wird zu helfen…?!?! Hier die Mail eines dieser Salafi-Prediger, dass man dem Bruder nicht helfen darf:
kalt.JPG
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2. Herraus kommt am Ende ein merkwürdiges Phänomen, nämlich das überall nur noch eine Handvoll „richtiger“ Muslime übrig bleiben. So Entstehen dann auch ernsthafte Listen im Internet in denen sie schreiben „Ja da gibt es ein 4 richtige Brüder in dieser Stadt und 5 in jener Satdt“. Das verwunderliche ist, dass dies Großstädte sind und über all diese Muslime dort (welche sie wahrscheinlich nicht mal kennen) bilden sie ein Urteil, dass nur eine handvoll davon als auf dem „richtigen“ Weg bekannt sind. Das liegt daran, dass sie glauben sie hätten die Tickets zum „Richtig-sein“ in der Hand und somit könnten sie entscheiden wer richtig oder falsch liegt. Hier so eine "Liste" aus deren Foren:

sektenverhalten teil 2.JPG
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3. Ich habe das Gefühl, dass n Wahrheit aber bei ihnen einfach nur derjenige richtig der sich ihrem Kult zuschreibt und falsch derjenige der es nicht tut. Deswegen isolieren sie sich weil wenn man nachdenkt darüber, dass "Salafi-sein" oder "richtiger Manhaj" reduziert wird auf bestimmte Meinungen von bestimmten Gelehrten dann ist die logische konsequenz ja eine dogmatische Partei bei deren abweichende Meinungen, auch da wo eine solche angebracht und erlaubt ist, automatisch ausgeschlossen wird; Aber ist es richtig das man dann also eine Subkultur bildet für alle die die gleichen Meinungen haben? Und dann alle darin Salafi nennt? Obwohl auch einer Salafi sein kann der andere Ansichten hat...Hier ein Beispiel dafür wie eine Loyalität und Subcommunity gebildet wird. Das kommt mir vor wie weg von der muslimischen Ummah, hin zur Salafitischen Ummah. Wieso geht man so parteilich vor?
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4. Und das ist irgendwie der deutlichste Hinweise darauf das es eine parteilichkeit ist. Moscheen eröffnen gegenüber von anderen Moscheen:
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5. Muslime an nicht-Muslime verraten. Darf man ernsthaft "Takfiris" an europäische Behörden verraten. Wenn ich nachdenke das sie sowieos alle in irgendeine Gruppe wie Takfiri stecken, dann verrät man also jeden der andere Meinung hat und man irgendwie dazu kommt ihn Takfiri zu nennen? Das ist fördert doch nur Misstrauen unter den Muslimen. Und was ist eigentlich schlimmer Guantanamo Bay oder ein Takfiriprediger. Und noch ein Punkt dazu: Ist man so sehr parteilich das man andere Muslime sogar verraten sollte?
takfiris verraten.JPG
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6. Zirkelargumente nach dem immer gleichen manipulativen Motto. Nämlich "Nenne mir einen Gelehrten der diese Meinung hat aber Gelehrte sind nur diejenigen die unsere Meinung haben" oder "Ich hab recht weil Shaykh so-und-so das gesagt hat und das ist richtig weil die Großgelehrten ihn gelobten haben" oder "Du kannst das nicht kritisieren weil Shaykh so-und-so gesagt hat, dass nur Ahlu Bida gegen uns Salafis was sagen". Argumentationen nach dieser Struktur hab ich auf vielen Salafi Internetseiten gesehen und auch von Geschwistern die so denken gelesen aber das sind inhaltsleere Selbstbestätigungen in denen nur Gelehrtennamen verwendet werden um einen Eindruck von Substanz zu machen. Aber so eine Argumentationsstruktur ist komplette manipulation und enthält eigentlich gar keinen Beweiswert. Sowas verwirrt nur junge Leute. So eine Argmuntationsstruktur bei Salafi-Predigern hab ich auch bewiesen gesehen in einem Artikel dazu von Idris Palmer auf islamicawakening. Da hat er Zitate gebracht und diese manipulative Argumentationsstruktur ist leicht zu erkennen.

7. Maßstab sind konkrete Meinung und keine Prinzipen mehr. Als Beispiel sagte einer mal: Wer was schlechtes von Saudi Arabien sagt hat kein Plan von Islam". Das heißt zum Maßstab ist es geweorden gut von Saudi Arabien zu reden anstatt Quran und Sunnah. Bestimme Meinungen sind also der richtige Manhaj? Obwohl man auch mit der Wahrheit Zustäne in Saudi kritisieren kann. Die konkrete, gute Meinung von Saudi arabien kann gar ncihts damit zu tun haben ob man Plan von Islam hat oder nicht. Aber dieser Maßstab wird kreiirt, natürlich mit haufenweisen Gelehrtenzitaten die Saudi Arabien loben. Sie loben aber sie konstituieren damit doch keinen Maßstab.

Das sind jetzt nur Beispiele. Ich hab noch einiger mehr gelesen und auch im hiesigen Umfeld sowas beobachtet. Das alles hat mich ziemlich misstrauisch gegenüber diesen Salafi-Kult werden lassen und ich vertraue deren hunderten von immergleichen Internetseiten nicht...
Nicht alle "Salafis" gehen so vor. Das ist mir klar und es ist keine Unterstellung an jeden der sich Salafi nennt. Aber dieses beschriebene Verhalten ist alles von Leuten deren Internetseiten, Argumente, Selbstbetitelung oder Vorträge mit dem Begriff Salafi nur so strotzen.

Leben diese Leute, die mir eher wie ein Kult (siehe oben), vorkommen "Salafis"? Das bedeutet Salafi?
Wie ich es gehört habe ist Salafiya eher ein abstrakte Prinzipienangelegenheit und kann daher eigentlich nicht solche parteilichen Züge annehmen wie oben beschrieben...

Ich finde diese herangehensweise entspricht dem namen Salafi eher:
http://salaf.de/tarbiya&tazkiya/PDF/tar ... nander.pdf
und insbesondere:
http://salaf.de/tarbiya&tazkiya/PDF/tar ... nehmen.pdf

Wie gesagt, ich bin für jegliche Korrektur meines Eindrucks offen.
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon Moe » Do Feb 09, 2012 9:37 pm

BarakaAllahu Fik.

Schöner Essay. Ich wollte nur hinzufügen, dass es mit den Leuten, welche sich "Salafis" nennen, genauso verhält wie mit den Taliban:

Viele nennen sich so und tun Dinge unter diesem Namen, obwohl sie untereinander andere Ansichten besitzen.
So nennt der Takfiri sich Salafi wie der Khawarij sich so nennt und so weiter. Deshalb, bevor man fast schon automatisch im Unterbewusstsein Muslime kategorisiert, sollte und muss man erst einmal die Person genauer kennen, welche sich Salafi nennt.

Weiterhin, wenn man dem Manhaj der Sahaba folgt, reicht es ja zu sagen, dass man Muslim ist, weil der Muslim in seiner Grundform automatisch den Sahaba in ihrem Manhaj zu folgen hat, wem denn sonst. Anstatt also direkt in einer Ansammlung mit Gruppennamen um sich wirft, belässt man es dabei, pauschal vom Muslim zu sprechen und definiert, was dies bedeutet, sollte die Klarstellung notwendig werden. Dieses Vorgehen verwirrt Unwissende wie ohnehin Verwirrte nicht noch zusätzlich, finde ich.

Und ja. Trifft man auf einen Muslim, aus dessen Mund nichts weiter als Kategorisierungen von Leuten kommt, sollte man besser Abstand von solchen Leuten nehmen, wenn ein wegweisender Ratschlag nicht geholfen hat. Am Ende haben Leute in meinem Umfeld, welche alles und jeden kategorisieren mussten es durch ihr Verhalten nur geschafft, sich am Ende von der Gemeinschaft abzuschalten und sich nicht mehr in den Moscheen blicken lassen, da ja eh jeder in den Moscheen irregegangen sei.

Bloß auf der Hut sein.

Salam
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon Sakina » So Feb 12, 2012 9:51 am

barakallah
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon PenName » So Feb 12, 2012 12:24 pm

bismillah
assalamu

8. Vielleicht kennt jemand diesen Begriff Kettentakfir. Darunter habe ich diesen irren Takfir-Wahn auf Grundlage von Assoziation verstanden. Jetzt passiert sowas auch bei Tabdee, ebenso das selbe Muster wie bei den Takfir-Jugendlichen. Tabdee auf Grundlage von Assoziation und Zugehörigkeit.

manhaj raterei.JPG
manhaj raterei.JPG (25.46 KiB) 1992-mal betrachtet



Das heißt, du bekommst das Urteil aufgrund dessen mit wem unter einen Banner gefasst wird, völlig egal was du wirklich glaubst und praktizierst. Ich verstehe die Indizwirkung von Assoziation aber die Beurteil auf dieser Grundlage finde isch übereilt und beweislos.
Also nach dem Motto-->
Bruder A: "Abu soundso ist ein Sufi"
Bruder B: "Nein das denke ich nicht, er ist ein vernünftiger Bruder"

Bruder A: "Hey Bruder C, Abu soundso ist ein Sufi und pass auf wegen Bruder B, der hat Loyalität mit diesem Sufi also einen kaputten Manhaj..."
Bruder C: "Ja typisch Ahlu Bida, rotten sich zusammen gegen Ahlu Sunnah. Genau wie Shaykh Soundso Ahlu Bida beschrieben hat."


Das ist wie eine Kettenreaktion.
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P.S. Sowas machen auch z.B. Ahbash in dem sie über Aqida reden und dann wenn du nachhakst hast wirst du einfach diskreditiert mit "Hey was hälst du von Pierre Vogel?"- Der Sinn der Frage ist einfach das sie dich als Wahabi abstempeln wollen ohne das du überhaupt ein Wort über Aqida geredet hast. Damit es gar nicht inhaltlich wird, wird einfach gesagt mit dieser Person bist assoziiert also bist du ein Wahabi. Was fürne Aqida du hast fragen diese Jugendlichen gar nicht mehr weil sie so gewaschen sind, dass nur noch zählt: wer gehört zu wem. Das ist manipulation! Weg vom Inhalt hin zum Lager denken!


Dann am Ende kommt sowas raus wie, dass einige Brüder erst immer zusammenhängen und einander loben und wenn ein Meinungsunterschied entsteht z.b. über einen Dritten und dessen Manhaj werden aus besten Kumpels aufeinmal beste Gegner und aus dem ehemaligen edlen Salafi Bruder wird der Ikhwani-Sufi-Hizbi. Hochgelobt und übertreiben hoch geredet wenn auf "gleichen Manhaj" und dann runtergemacht wenn weg vom "Manhaj". Da erinnert man sich zu Recht an folgendes:

Anas, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

Als ‘Abdullāh Ibn Sallām von der Ankunft des Propheten, Allāhs Segen und

Friede auf ihm, in Al-Madīna hörte, kam er zu ihm und sagte:

»Ich werde dich über drei Dinge befragen, die niemand außer einem Propheten

weiß: Was ist das erste Vorzeichen der Stunde, was wird die erste Mahlzeit sein,

die die Bewohner des Paradieses einnehmen werden, und wodurch ähnelt ein

Kind seinem Vater, und wodurch ähnelt es seinen Onkeln mütterlicherseits?«

Der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Gabriel gab mir vor kurzem darüber Bescheid.«

‘Abdullāh sagte darauf:

»Dieser (Gabriel) ist unter allen Engeln ein Feind der Juden!«

Der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Was das erste Vorzeichen der Stunde angeht, so ist dies ein Feuer, das die

Menschen von Osten nach Westen zusammentreiben wird. Was aber die erste

Mahlzeit angeht, die die Bewohner des Paradieses einnehmen werden, so wird

diese ein gutes Stück Fischleber sein. Was die Ähnlichkeit bei einem Kind angeht,

so ist diese wie folgt zu begründen: Wenn der Mann mit der Frau

Geschlechtsverkehr hat, und er mit seinem Höhepunkt ihr zuvorkommt, dann ist

die Ähnlichkeit nach ihm; wenn aber ihr Höhepunkt zuerst da ist, dann ist die

Ähnlichkeit nach ihr.«

‘Abdullāh sagte:

»Ich bezeuge, dass du der Gesandte Allāhs bist.«

Und er fuhr gleich fort:

»O Gesandter Allāhs, die Juden sind wahrlich ein Volk der Lüge!

Wenn sie von meinem Übertritt zum Islam erfahren, bevor du sie über mich

befragst, dann werden sie über mich Lügen erzählen.«

Kurz darauf kamen die Juden und ‘Abdullāh ging ins Haus. Der Gesandte Allāhs,

Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Was für ein Mensch unter euch ist ‘Abdullāh Ibn Sallām?«

Sie erwiderten:

»Er ist der Gelehrteste und Sohn des Gelehrtesten unter uns. Er ist

aber auch der Kundigste und Sohn des Kundigsten unter uns!«

Der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte:

»Was meint ihr, wenn er den Islam annähme?«

Die Juden sagten:

»Möge Allāh ihn davor bewahren!«

Da kam ‘Abdullāh aus dem Haus und trat ihnen entgegen, indem er sagte:

»Ašhadu allā ilāha illa-llāh, wa ašhadu anna Muḥammad rasūlu-llāh« (Ich

bezeuge, dass kein Gott da ist außer Allāh, und ich bezeuge, dass

Muḥammad der Gesandte Allāhs ist).

Die Juden entgegneten:

»Er ist der Schlechteste unter uns und Sohn des Schlechtesten unter uns.«

Und sie fuhren fort, übel von ihm zu sprechen.

(Nr. 3329 in Auszüge aus dem Sahih Al-Buharyy Monolinguale Originalausgabe – Deutsch)

In dieser Überlieferung sehen wir eine tadelnswerte Eigenschaft: Das übertriebene Loben von Menschen mit denen man übereinstimmt und dann übertriebenes Zurückweisen und Verwerfen wenn man sich unterscheidet. Sowie zuerst Abdullah ibn Salam gelobt und dann, nachdem bekannt wurde das er Muslim geworden ist, schlecht gemacht wurde.

Heute sehen wir die Muslime wie sie ganze Lobeshymnen loslassen solange die gelobte Person die gleiche Meinung vertritt und plötzlich, sobald ein Meinungsunterschied auftritt, wird die selbe Person mit Beleidigungen und Geläster beworfen (meist in Form von PDF´s).
(Darauf aufmerksam gemacht hat im übrigen ein anderer Bruder auf seinem Blog)

Also ist es korrekt in dieser Kettenreaktion und nach Zugehörigkeit vor zu gehen? Oder zählt nicht am Ende der konkrete Glaube, unabhägig davon womit die Person assoziiert wird, sowie die Gelehrten es hier beschreiben: Fatawa al-Lajnah ad-Daimah 2-238-239. (Habe den Link jetzt nicht, müsst ihr bitte selber auf alifta.net raussuchen)
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon Songül » So Feb 12, 2012 3:18 pm

allahuakbar deshalb bin ich der Meinung, nicht zu sehr mit Brüder (oder Schwestern mit Schwestern) rumhängen. assalamu
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon Moe » So Feb 12, 2012 3:27 pm

Salam

Hamsa, das liest sich wie das Wort zum Sonntag in der Lokalzeitung. Wird das sozusagen eine Reihe?
Ist sehr interessant.

Und nein Songül, pflege ruhig Kontakt mit Geschwistern. Schau nur zu, dass sie einigermaßen klar bei Verstand und Wissen sind und nicht voreingenommen und manipuliert durch das Land streichen.
Mit so welchen soll man wirklich wenig zu tun haben.

Salam
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon PenName » So Feb 12, 2012 4:07 pm

bismillah
assalamu

Eine Reihe nicht unbedingt, eher eine Berichterstattung oder Dokumentation über bestimmte typische Verhaltensmuster von Muslimen die kontraproduktiv sind. Es geht darum die Verhaltensweisen mal objektiv zu betrachten und in einen Kontext zu setzen der zeigt wie das Verhalten zustande kam und wozu es führt.
Ich werde inshallah sporadisch was posten wenn ich was sehe, dann kann man darüber reden ob solch ein Verhalten im Einklang mit dem steht was der Prophet .saw uns vorgelebt hat und insbesondere welche Konsequenzen es angenommen hat. Auch erlaubtes Verhalten muss an den richtigen Ort und zu richtigen zeit eingebracht werden und verbotenes Verhalten muss abgestellt werden. Vielleicht denken wir mal über unser Verhalten doppelt nach wenn wir sehen welche Wirkung es nach Außen hat und welche Kreise es zieht...
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon AbuBakr » So Feb 12, 2012 9:26 pm

assalamu

Hamsa hat geschrieben:Sind Salafis eine abgespaltenes, isoliertes Grüppchen welche alle anderen als Takfiris, Sufis, Qurubis, Surooris, irregeleitet usw. bezeichnen?
Ich will hiermit keine endgültige Behauptung aufstellen sondern erzählen was ich beobachtet habe und warum ich das Verhalten dieser "Salafis" nicht nachvollziehen kann.

Machen sie genau das Shaikh Ibnul-Ghunayman: was beschreibt?

Das verwunderliche ist, dass sie glauben, dass sie damit den Manhaj von al-Jarh wat-tadeel umsetzen. In Wirklichkeit aber haben sie damit unwissende Führer angenommen, welche irre gingen und andere irre führen. […]


Und machen sie genau was Abdul Azeez Ibn Abdullah A’al Sheikh beschreibt?

„Wir sind nicht fehlerfrei aber die Leute zu spalten und sie zu betiteln wie ‘das ist nicht salafi’ oder ‘das ist kein Gelehrter’…das ist nicht richtig.“


Brder, wie wäre es, wenn wir den Spieß mal umdrehen und anstatt Salafi mal Muslime schreiben, und anstatt dass du Hamza heißt, nenne ich dich Christian, und dann schreibst du einen großen titel: Sind das die Muslime, und darunter zeigst du paar Frauen aus dem Iran, die auf einen Genussehevertrag warten, und paar Jungs auf der Straße, die einen armen Menschen totschlagen, und dann drogen nehmen!!!!!!!

Das ist total falsch, was du hier schreibst. DU darfst kritisieren, aber du darfst den Salafis nicht nach dem Verhalten mancher Unwissenden messen, sondern du darfst sie nur nach dem von den Gelehrten festgelegten Definition urteilen. Und was ist die Definition der Salafis laut der Gelehrte der Salaf?? Das sind die Gruppe, die sich an Quran und Sunna nach dem Verstand des SALAF festhält, und jede Änderungen im Islam, die sich mit den beiden nicht vereinbaen lässt, ablehnt.

Das sind die Salafis, zu denen wir gehören. Und zu diesen Salafis gehören die Propheten und die Sahaba, und die besten Menschen. Du kannst und darfst sie auf dieser Weise nicht kritisieren. Und wie du siehst wir haben selber damit kein Problem unsere Gelehrte zu kritisieren, und zu korrigieren, und das gehört auch dem Kern unserer Religion, dass wir nur Quran und Sunna folgen. Ist das für dich nun ein Kritikanhalt?? Das ist doch der wahre Islam, und zwischen uns und den anderen Gruppen steht der Quran und die Sunna als Richter.

Und was ist daran falsch, sich durch die Salaf zu differenzieren?? Das waren unsere Vorbilder und unsere Brüder, und wir folgen ihnen. Wer die Salafis beleidigt, der soll Allah fürchten. Ihr könnt die Taten mancher Unwissenden oder irregeleiteten kritisieren, aber nicht die Nation der Salafis und nicht den Titel Salafi!!!

assalamu
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon PenName » So Feb 12, 2012 9:58 pm

bismillah
assalamu

Bruder, du hast glaube ich einige wichtige Sätze überlesen. Nämlich
1. Der Titel: "Das sind Salafis?"
-->Das heißt ich frage euch ob diese Verhaltensweisen zu dem Begriff Salafi passen. Ich sage nicht, dass dieses Verhalten Salafi Verhalten sondern im Gegenteil ich denke das so ein Verhalten eben nichts mit Salafi zu tun hat. Darum geht es ja.
2. Am Ende habe ich geschrieben: "Wie ich es gehört habe ist Salafiya eher ein abstrakte Prinzipienangelegenheit und kann daher eigentlich nicht solche parteilichen Züge annehmen wie oben beschrieben"
-->Das heißt ich denke, dass die Beispiele nichts mit Salafi zu tun haben weil ich darunter was anderes prinzipielles verstanden habe.
3. Beim letzten Beitrag habe ich am ende Geschrieben: "Oder zählt nicht am Ende der konkrete Glaube, unabhägig davon womit die Person assoziiert wird, sowie die Gelehrten es hier beschreiben: Fatawa al-Lajnah ad-Daimah 2-238-239. (Habe den Link jetzt nicht, müsst ihr bitte selber auf alifta.net raussuchen)"
--> Das heißt ich habe eben einen vergleich zwischen unseren Verhalten und den Gelehrten gemacht um zu zeigen das eben die Gelehrten NICHT diese Verhaltensweisen an den Tag legen die ich kritisiere.
4. Ich schrieb im ersten Beitrag absichtlich: "Nicht alle "Salafis" gehen so vor. Das ist mir klar und es ist keine Unterstellung an jeden der sich Salafi nennt."
--> Damit wollte ich schon klarstellen das es eben nicht um die Salafis an sich geht oder um den Vegriff sondern um die Verhaltensweisen von jenen die Behaupten das was sie tun wäre ein Verhalten eines richtigen Salafis.

Ich messe den Begriff Salafi gar nicht an deren Verhalten. Sondern ich fordere auf über dieses Verhalten zu reflektieren. Ich persönlich denke das dieses falsche verhalten nichts mit Salafi zu tun hat, genau das was du sagst, sage ich ja auch. Das ist eigentlich der ganze Sinn vom Thema Bruder, genau um das herrauszufinden und klar zu stellen, dass vieles davon NIchts mit Salafi zu tun hat.
:grin: du sagst also genau das selbe wie ich.


Ist das für dich nun ein Kritikanhalt??


Nein, hab ich ja auch nicht geschrieben. Im Gegenteil, ich habe gesagt, dass es mir darum nicht geht. Insofern ist dein Beitrag glaube ich ein Missverständniss. In keinen meiner Beiträge hab ich daran gemäkelt, dass sich jmd. Salafi nennt sondern ich haben gefragt: "Darf sich einer so Verhalten der sich Salafi nennt?" Dann habe ich die Verhaltensweisen aufgezählt die typisch geworden sind unter Salafis.

Ich hoffe das Missverständniss ist ausgeräumt. Ich habe befürchtet das es zu diesem Missverständnis kommt, deswegen habe ich gleich am Anfang klar gestellt, dass es nicht um den geht der sich Salafi nennt sondern darum welche Verhaltensweisen vielleicht ganz und gar nicht mit dem Begriff Salafi vereinbar sind aber dennoch typischerweise bei jenen Vorgefunden werden die richtig Salafi sein wollen.

(vielleicht hab ich nicht deutlich genug gemacht, dass der Titel und die eingangsfrage eher RHETORISCHE FRAGEN sind auf die die Antwort für mich selbst eindeutig "nein" ist... aber für einige ist die Antwort vielleicht eine andere oder besser gesagt ganz sicher ist es dasfür einige, das zeigen die screensshots...)
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Re: Ds sind "Salafis"?

Beitragvon AbuBakr » So Feb 12, 2012 10:15 pm

assalamu

Ich habe mich gewundert :grin: Jetzt verstehe ich dich richtig. Ja klar Salafis sollen auch kritisiert werden, wenn sie Fehler machen. Ich habe vor kurzem auch schon Kritik an die Salafigelehrte gerichtet, und wir haben keinen, der ausserhalb der Kritik steht. Alle Menschen machen Fehler ;)

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