Haus der Wahrheit

wo jeder nach der Wahrheit suchen kann...

Aleviten/Sunniten-Debatte

Aleviten sind eine Abspaltung aus dem Schiitentum.
Forumsregeln
Beleidigungen sind streng verboten.

Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon AliibnAbiTalib » Fr Sep 17, 2010 8:49 pm

Selam Aleikum wa Rahmatullahi wa Barakatuhu liebe Geschwister im Glauben und ein Hallo an alle Beteiligten & Interessierten,

Dieser Trend dient primär dem Zweck einer Debatte zwischen der sunnitischen sowie alevitischen Religionsgemeinschaft, und soll InshALLAH die Wahrheit aufdecken und sie ans Licht führen.

Der jahrelange Konflikt zwischen den Aleviten und den Sunniten kann nur so endlich ein Ende und somit auch eine Lösung finden.

Wa Selam Aleikum wa Rahmatullahi wa Barakatuhu
AliibnAbiTalib
 
Beiträge: 83
Registriert: Fr Sep 03, 2010 10:40 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon WirsindAleviten » Fr Sep 17, 2010 10:07 pm

Slm
Ich weiß das viele Sunniten sich mit dem Alevitentum nicht auskennen und noch an Lügen glauben die die Osmanen über uns verbreitet haben ! Wenn einer das wahre Alevitentum lernen möchte / Wenn einer Fragen hat , kann er mich gerne Fragen ich bin bereit das Alevitentum zu verteidigen ! Cooool



http://www.youtube.com/user/WirsindAleviten
WirsindAleviten
 
Beiträge: 17
Registriert: Fr Sep 17, 2010 7:28 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon AliibnAbiTalib » Fr Sep 17, 2010 10:45 pm

Damit alle wissen, um was es sich bei der alevitischen Glaubensgemeinschaft handelt, werde ich dies mal in ein paar Sätzen erläutern ;-)

Mit entsprechender Quellenangabe!

1. Einleitung

Aleviten (türkisch: Alevî, kurdisch und zazaisch: Elewî, aus arabisch ‏علوی‎ für „Anhänger Alis“) sind eine auf das 13./14. Jahrhundert zurückgehende, in Anatolien entstandene Religionsgemeinschaft, die sich in ihrer Theologie, nicht aber in ihrem Verständnis des religiösen Rechtes, aus dem schiitischen Islam entwickelt hat. Nichtsdestotrotz lassen sich auch Parallelen zwischen den Schiiten finden, so z. B. in Gestalt der Verehrung von Ali ibn Abi Talib.

2. Entstehungsgeschichte

Der wichtigste Entstehungsmythos für die Aleviten ist die Schlacht von Kerbela am 10. Oktober 680, in dem die als Schicksalsgemeinschaft konzipierte Gruppe erstmalig kollektiv Unrecht erfahren haben soll.

Nach dem Tod des islamischen Propheten MOHAMMED , begann die Spaltung im Islam. Die Streitigkeiten um die Nachfolge des Propheten (Kalifen-Streit) führte zu der Entstehung der Hauptkonfessionen SUNNITENTUM, und des ALEVITENTUM.

Über den genauen Ursprung des Alevitentums gibt es unterschiedliche Grundauffassungen. Die vorherrschende Meinung tendiert dahin, dass es sich um eine Glaubensrichtung innerhalb der Schia handele. Manche Aleviten sind sich in diesem Punkt nicht sicher und behaupten, dass das Alevitentum weder ganz zum Islam gehöre, noch ganz unabhängig davon sei.


3. Alevitische Glaubenslehre

I. Glaubensbekenntnis

Aleviten glauben an den einen und einzigen Gott (Allah/Hak). Gott ist für die Aleviten der Schöpfer, der Gerechte, der Allgegenwärtige und der Weise und lässt zugleich alle Lebewesen an sich Anteil haben. Diese Aufzählung der Eigenschaften Gottes ist nicht vollständig.

Aleviten glauben an den Propheten Mohammed als den Gesandten Gottes und drücken dies in ihrem Glaubensbekenntnis aus: „Es gibt keinen anderen Gott außer Allah, Mohammed ist sein Prophet und Ali sein Freund“. Aleviten verwenden diese Glaubensbekenntnis in einer Kurzform: „Ya Allah, ya Muhammed, ya Ali“. Aleviten glauben an eine Identität, eine geistige Gleichartigkeit zwischen Gott, Mohammed und Ali und sprechen als Kultspruch „allah- muhammed-ali“.

Dieses Einssein bezieht sich im Kern auf das Gottesverständnis von Mohammed und Ali. Das alevitische Glaubensbekenntnis beinhaltet vier konkrete Aussagen:

a) Es gibt einen Gott: Aleviten glauben nur an einen Gott. Sie bezeichnen Gott als Tanrı, Allah, Hu, Hak, Hüda, Şah, Ulu. Gott ist überall zu fühlen und zu sehen. Göttlichkeit ist überall vorhanden.

b) Mohammed ist sein Prophet. Er vermittelte die Gottesbotschaft.

c) Ali ist sein Heiliger. Er lebte heilig und zeigte den Menschen den Weg zu Gott.

d) Allah- Mohammed- Ali sind Eins. Sie werden zusammen an- und ausgesprochen und in gleicher Weise angebetet. Nach Auffassung der Aleviten gehören Mohammed und Ali zum Lichte Gottes, das diese Welt seit ihrer Schöpfung erhellt.

Allah hat alles geschaffen, was existiert. Nach dem Glauben der Aleviten wollte Gott durch die Schöpfung sein Geheimnis offenbaren. Hacı Bektaş Veli formulierte im 13. Jh. die Kraft der Seele wie folgt: Das Paradies im Universum spiegelt sich im Herzen der Menschen wider. (Kainattaki cennetin insandaki mukabili gönüldür). Die Aleviten bekennen sich zu Gott als dem Schöpfer und sprechen von einer liebevollen Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Yunus Emre, der türkischsprachige Mystiker aus dem 13. Jahrhundert, beschreibt diese Beziehung in einem seiner berühmten Gedichte.

Yaradılanı severiz,

Yaradandan ötürü.

(Yunus Emre)

Wir lieben das Geschaffene

Ja um des Schöpfers willen!

(Übersetzung: Annemarie Schimmel[1])

Nach alevitischer Auffassung erscheint Gott den Menschen als die Wahrheit in verschiedenen Formen. Aleviten formulieren das folgendermaßen: „Nur diejenigen können diese Wahrheit sehen, die den Vervollkommnungsprozess durchmachen.“ Die Auffassung, dass Mohammed und Ali einen Teil der Wahrheit bilden, wird im Glaubensbekenntnis formuliert. Mohammed und Ali sind vollkommen und bleiben vollkommen. Sie zeigten den Menschen ihre Vollkommenheit in ihrer Lebensweise. Auch ihre Nachkommen (die zwölf Imame[2]) sind von dem gleichen Licht erleuchtet. Deshalb ehren die Aleviten die 12 Imame als Symbole für diesen Glauben.

2. Der Glaube an die heilige Kraft (kutsal güç)

Aleviten glauben an eine heilige Kraft des Schöpfers, die vor allem durch Mohammed und seinen Schwiegersohn, Ali, sowie durch dessen Nachkommen bis heute an die Menschen weiter gegeben wird. Nach diesem Glauben wird der Mensch als Widerspiegelung (yansıma) Gottes betrachtet. Mohammed und Ali sind die Vorbilder für diese Widerspiegelung, indem sie einerseits Gott reflektieren und Gott ähnlich sind und andererseits Gott im Menschen reflektieren und menschliche Eigenschaften haben. Nach alevitischem Verständnis hat jeder Mensch, sei er Alevit, Christ, Sunnit oder Schiit, Frau oder Mann die heilige Kraft. Gott wollte seine Schöpfermacht und Schönheit durch die Erschaffung des Menschen zeigen. Dies belegen Ausdrücke wie „meine Seele“, „mein lieber Freund“, „mein lieber schöner Gott“ (canım, güzel dost, güzel yüzlüm, güzel tanrım). Nach diesem Verständnis ist der Mensch das vollkommenste und schönste Lebewesen im Universum, auch wenn die Menschen diese Eigenschaften durch äußere Einflüsse verlieren können.

Für die Aleviten beinhaltet die heilige Kraft als eine Gabe Gottes den Verstand (akıl), der ermöglicht, dass die Menschen Gott und seinen Willen erkennen können. Yunus Emre beschreibt im folgenden Gedicht die Beständigkeit dieser Kraft:

Hem batiniyim, hem zahiriyim

Hem evvelim hem ahirim

Hem ben oyum hem o benim

Hem O kerim-i han benim.

Yunus Emre



Ich bin das Äußere und das Innere

Der Erste und der Letzte bin ich

Ich bin sein Ebenbild und

Mein Ebenbild liegt in seinem Wesen

Ich bin der Erhabene.

(Übersetzung: Ismail Kaplan)



Der Verstand des Menschen als Gabe Gottes hat zur Konsequenz, dass jeder Mensch für die Führung seines Lebens verantwortlich ist. Der Mensch kann ein Scheitern nicht auf Gottes Willen zurückführen. Aleviten glauben, dass das Leid nicht auf Gottes Willen zurückzuführen ist, sondern durch menschliches Versagen bzw. durch das kollektive Fehlverhalten der Menschen entsteht. Der Glaube an die heilige Kraft im Menschen fordert von jedem Menschen ein aktives Bemühen um persönliche Vervollkommnung und den Dienst in der alevitischen Gemeinde.

Viele alevitische Gelehrten und Dichter formulierten diesen Schöpfungsglauben mit dem Spruch: En-el hak: Ich bin identisch mit Gott. Das heißt, ich bin sein Ebenbild und mein Ebenbild liegt in Seinem Wesen umschlossen. Hallac-ı Mansur (gest. 922) und Seyit Nesimi (gest. 1417) sind die berühmtesten Gelehrten der Aleviten gewesen, die durch die islamischen Gelehrten als Gotteslästerer zum Tode verurteilt wurden. Diese Vorstellung des Einsseins mit Gott war für den orthodoxen Islam unerträglich.

Der alevitische Dichter Aşık Daimi (1932-1983) drückte diesen Glauben in seinem Gedicht so aus:

Kainatın aynasıyım

Kainatın aynasıyım

Mademki ben bir insanım

Hakkın varlık deryasıyım

Mademki ben bir insanım

İnsan hakta hak insanda

Ne ararsan var insanda

Çok marifet var insanda

Mademki ben bir insanım

Tevratı yazabilirim,

İncil`i dizebilirim Kuran`ı sezebilirim,

Mademki ben bir insanım.

Daimiyim harap benim

Ayaklara turap benim

Aşk ehline şarap benim

Mademki ben bir insanım

Ich bin der Spiegel des Universiums

Denn ich bin ein Mensch.

Ich bin der Ozean der Wahrheit

Denn ich bin ein Mensch.

Der Mensch und die Wahrheit sind Eins

Was du suchst, findest du im Menschen

Der Mensch besteht aus Erkenntnissen

Denn ich bin ein Mensch.

Ich könnte die Thora schreiben

Die Bibel könnte ich in Verse fassen

Den verborgenen Gehalt des Koran erfühle ich

Denn ich bin ein Mensch.

Ich, Daimi bin ein Trümmerhaufen

Ich bin die Erde unter den Füßen

Ich bin ein Instrument, durch dessen Klang Gottes Liebe auftönt.

Denn ich bin ein Mensch.

Ü: Ismail Kaplan

3. Der Glaube an den Weg zur Vervollkommnung der Menschen (insan- i kamil olmak)

Aleviten glauben, dass jeder Mensch seine heilige Kraft, die eine Gabe Gottes ist, durch den eigenen Weg in sich entdecken kann. Gott hilft und gibt den Menschen Kraft, diesen Weg einzuschlagen. Aleviten schöpfen immer wieder Zuversicht aus dem Glauben daran, dass sie die heilige Kraft in sich haben und dass Gott ihnen die Kraft und den inneren Frieden schenkt, sich auf den Weg der Wahrheit zu begeben. Dieser Glaube ist die Quelle der Hoffnung auf Vervollkommnung. Aleviten glauben daran, dass am Ende dieses Prozesses der einzelne Mensch, wenn er seine heilige Kraft wieder entdeckt hat, sich mit Gott wiedervereinigen kann,. Das nennt man im Alevitentum „die Vervollkommnung“ (insan olmak- Menschwerden). Für Aleviten ist der Mensch mit Hilfe seines Verstandes fähig, Gott zu erkennen und selbständig zwischen Gut und Böse zu unterscheiden; somit ist der menschliche Verstand „akıl - can“ für Aleviten eine Quelle der Offenbarung. Der Weg des Menschwerdens wird den Aleviten in der Lehre gezeigt. Aleviten beten zu Gott nicht aus Furcht vor der Hölle oder aus Hoffnung auf das Paradies, sondern um seiner ewigen Schönheit willen. Auch dazu hat Yunus Emre folgendes formuliert:

Cennet cennet dedikleri

Bir kaç evle bir kaç huri

İsteyene ver sen onu

Bana seni gerek seni

Wenn das Paradies mit Häusern und Frauen beschrieben wird.

Dann gebt sie denjenigen, die sie wollen.

Ich aber will nur dich haben und dich fühlen.

Aleviten haben ein Bild von der Freiheit des Menschen vor Gott und von einem Verhältnis des Menschen zu Gott, das nicht von der bedingungslosen Unterordnung unter ein Gesetz bestimmt wird, sondern von der Fürsorge Gottes für den freien Menschen, von der Hilfe Gottes bei dem Bemühen des Menschen, Gott immer näher zu kommen. Um dieses Ziel zu erreichen, glauben die Aleviten, dass sie nicht nur ein Leben auf dieser Erde haben, sondern dass Gott ihnen viele Leben gibt. Der Vervollkommnungsprozess ist für die Aleviten eine Folge der Fürsorge Gottes für die Menschen: Gott gibt dem Menschen die Möglichkeit, sich ihm durch viele Leben hindurch immer mehr anzunähern.

Die Aleviten schließen dabei nicht aus, dass Menschen anderer Religionszugehörigkeit auf eigenen Wegen Gott erkennen und ihre eigene heilige Kraft entdecken können. Yunus Emre beschreibt den Wunsch zur Vervollkommnung in seinem Gedicht:

Şöyle hayran eyle beni

ışkun odına yanayım

Her kancaru bakarısam

gördiğüm seni sanayım

Al gider benden benlüği

toldur içüme senlüği

Gel sen beni bunde öldür

anda varup ölmeyeyim.

Yunus Emre

Ach, mache so verwirrt mich doch,

Dass ich im Liebesfeuer[3] brenne.

Wo(hin) ich immer auch blicken mag,

Dass ich nur Dich erkenne!

Ach nimm, ach nimm mein Ich von mir

Und fülle mich so ganz mit Dir!

Komm, töte, töte mich allhier,

Dass ich dort nicht mehr sterbe!

Übersetzung: Annemarie Schimmel

4. Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele (canın ölmezliği)

Die Aleviten glauben, dass die Menschenseele als Geschöpf heilig ist. Gott schuf die Menschenseelen gleichwertig und gleichzeitig. Die Seelen kommen von Gott und gehen zurück zu Gott. Die Körper sterben, jedoch nicht die Seelen. Alle Seelen ruhen bei Gott, bis sie Gestalt annehmen und zur Welt kommen. Nach dem Glauben der Aleviten stirbt die Seele eines Menschen nicht, sondern kehrt heim zu Gott, um nach einer angemessener Zeit in einen neuen Körper überzugehen. Dieser Kreislauf dauert so lange, bis die Seele die Vervollkommnung erreicht. Wenn Seelen sich noch nicht in diesem Kreislauf befinden, so warten sie bei Gott darauf, dass ein neues Kind entsteht.

Yunus Emre behandelt in seinen Gedichten den Glauben an die ewige Existenz der Seele. „ Die Körper sind sterblich, nicht die Seelen.“(Ölürse tenler ölür, canlar ölesi değil). Nach diesem Glauben bedeutet die Existenz der Seele gleichzeitig die geistige Existenz eines Menschen. Für Aleviten ist Menschsein ohne Seele undenkbar, denn die Seele begründet das Menschsein des Individuums. Auch andere Geschöpfe haben eine Seele (die auch als unsterbliche Energie bezeichnet wird). Der vollkommene Mensch kann durch diese Energie die letzte Station dieser Reise, die Vervollkommnung erreichen. Die Aleviten sprechen von „Vier Toren“, die der Mensch zu durchschreiten hat, um seiner Bestimmung auf der Erde gerecht zu werden und um die vorhin beschriebene Entwicklung (die Annäherung an Gott) zu erreichen.

Prof. Dr. Annemarie Schimmel beschreibt die Liebe eines alevitischen Derwisches zu diesem Weg mit folgenden Worten: „Er weiß, dass das Leben nur ein Kleid ist, das Gott ihm anvertraut hat und ihm wieder nehmen wird. Aber immer ist es die alles umfassende (Gottes-) Liebe, die er besingt und die ihn belebt wie auch tötet.“ [4]

Der Begriff Sterben wird von Aleviten als ein biologischer Begriff verstanden. Das biologische Sterben für Aleviten ist nicht identisch mit dem Ende des Lebens. Deshalb drücken Aleviten das Sterben des Körpers mit dem Ausdruck „Hakka Yürümek“ aus: „zu Gott gehen“ oder „sich mit Gott vereinigen“. Das bedeutet, dass sich die Seele eines Menschen nach dem körperlichen Tod Gott zuwendet bzw. dass die Seele eines Menschen ihren Körper wechselt (don değiştirmek).

Vom alevitischen Glaubensverständnis heraus gibt es keinen gewollten Märtyrerstatus, also kein Sterben für den Glauben. Aleviten nennen nur solche Persönlichkeiten Märtyrer, die ermordet wurden, weil sie sich zum Alevitentum bekannten und sich für die Wahrheit aussprachen. Der Selbstmord auf einen angeblichen „Gottesweg“ auf Kosten anderer Menschenseelen gilt bei Aleviten als Ungehorsamkeit gegenüber Gott und als schwerste Sünde.

Bekannte Autoren weisen in ihren Veröffentlichungen auf den Glauben an die ewige Existenz der Seelen hin:

„Der Körper stirbt und die Seele wandert. Die Seele ist im Körper nur zu Gast“[5].
„Diese Religion (das Alevitentum) hat gleichzeitig den Glauben, dass die Seele (ruh) in einer Welt mit unzähligen Wesen ständig umherwandert (reincarnation und incarnation). Hatayi (Şah İsmail) beschreibt in seinem Gedicht: In Tausenden Körpern kreiste Ali“[6].
„Die Seele ist unsterblich. Sie bleibt gemäß Gottes Willen eine Weile in einem bestimmten Körper, trennt sich davon und wechselt in einen anderen Körper. Nach diesem Glauben ist die Seele Träger des geistigen Lebens. Die Vervollkommnung eines Menschen ist die letzte Stellung dieser Reise[7].
In manchen Gegenden der Türkei wird immer noch im Frühling die Beerdigungszeremonie wiederholt, mit dem Glauben, dass der Verstorbene im Frühling mit der Natur auferstehen würde.

Aleviten trösten die zu Gott gehenden „Seelen“ und die Hinterbliebenen aus dem Glauben heraus, dass das Sterben lediglich den Körper betrifft, nicht aber die Seele. Da die „von Ego, Angst und Besitzgeist gereinigte“ Seele unschuldig von Gott geschaffen ist, wird sich nach einer angemessenen Zeit wieder mit einem neuen Menschenkörper vereinigen. Aus dieser Perspektive heraus, betrachtet man das Sterben als einen Übergang in eine neue Lebensphase.

Am Abend des Beerdigungstags werden religiöse Gesänge (duvaz-i İmam) auf der Saz in Anwesenheit von Verwandten und Bekannten gesungen.

Am 40. Tag nach dem „Gang zu Gott“ findet eine Zeremonie (dardan indirme) [8] mit allen Bekannten und Verwandten statt, in der eventuell noch offene Fragen mit der Seele der Person geklärt werden sollen. Falls die „zu Gott gegangene Person“ Schulden hinterlassen hatte, werden sie von den Hinterbliebenen und insbesondere von der Familie übernommen, mit der man in die Weggemeinschaft (musahip) eingetreten ist. In der Gemeinde fragt der Geistliche nach Einvernehmen mit der Seele der „zu Gott gegangenen Person“, nach ihrer Schulden und gegebenenfalls nach Begleichung der Schulden. Nachdem die Beteiligten ihr Einvernehmen kund getan haben, erklärt der Geistliche das Einvernehmen als gegeben. Anlässlich des Sterbenstages findet eine Fürbitte- Zeremonie statt, in der alle Beteiligten für die Rückkehr der Seele in die Welt beten.

Der bekannteste alevitische Dichter und Sänger (aşık), Aşık Mahzuni (gestorben am 17.Mai. 2002 in Köln), drückt in einem seiner Lieder den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele wie folgt aus:

Ben Mehdi[9] değilim amma erenler

Bugün ölür yarın yine gelirim

Ya bir ceylan canda ya bir çiçekte

Değişerek başka sene yine gelirim

Böyle emreyledi beni yaradan

Hep o`ndayım bin yıl geçse aradan

Tüm canlı geçecek böyle sıradan

Geleceğe gider düne gelirim.

Ich bin jedoch kein Mahdi,

Dennoch gehe zu Gott und komme zurück.

Entweder als Seele eines Rehs oder einer Blume

Komme ich umgewandelt in einer anderen Zeit wieder.

Das ist eine Regel meines Schöpfergottes

Ich bin mit ihm auch nach tausend Jahren

Für alle Lebewesen gilt diese Regel.

Ich gehe in die Zukunft und komme aus der Vergangenheit.

[1] Schimmel, Annemarie, Yunus Emre, Ausgewählte Gedichte, Önel Verlag, Köln, 1991

[2] Imam bedeutet hier Ehrenbezeichnung für Nachkommen des Heiligen Ali und seiner Frau Fatima, der Prophetentochter. Aus jeder Generation wurde der würdigste Söhne zum Imam ernannt. Ihm allein gestehen Aleviten und Schiiten das Recht zu, die Gläubigen geistig zu führen.

[3] Liebesfeuer: ışkun odı (aşkın ateşi): Nach klassisch- mystischer Anschauung ist die irdische Liebe eine Vorbereitung für die himmlische, nur Gott geweihte Liebe; so wird sie daher als mecazi aşk, metaphorisch bezeichnet, während die Gottesliebe wie hier gerçek aşk wirklich ist.

[4] Programmheft „Bin Yılın Türküsü“, AABF, 2000

[5] Özkırımlı, Atilla, Alevilik-Bektaşilik, Seite 207, cem yayınevi, Istanbul 1993

[6] Melikoff, Irene, Uyur idik uyardılar, Seite 61,Cem yayın, Istanbul,1993)

[7] Birdogan, Nejat, Anadolunun gizli kültürü- Alevilik, Hamburg, 1990

[8] Siehe Cem- Gottesdienst zum Gelöbnismahl, Seite 47

[9] Mehdi ist der letzte Imam, der von Aleviten als Retter verehrt werden, Siehe Seite....

Literatur:

VON: ISMAIL KAPLAN / Aus dem Buch: Das Alevitentum / Herausgeber: AABF- Alevitische Gemeinde Deutschland


II. Glaubensbücher/Vorschriften

im Allgemeinen halten Aleviten, Hz. Muhammed für den Propheten, der die islamische Religion mit dem heiligen Buch Kuran an die Menschheit brachte, andere hingegen behaupten, dass die Sunniten bestimmten würden welche Teile der vom Propheten hinterlassenen religiösen Schriftstücke als heiliges Buch (KORAN ) zu gelten hatten und wie sie zu interpretieren seien.

Auch mit der Interpretation des Koran, welche vor allem auf den Lehren von Hadschi Baktasch Wali und weitere Geistlichen basieren, stehen die Aleviten im Gegensatz mit der Mehrheit der Muslime (Sunniten)

Des Weiteren lehnen Aleviten lehnen das Schariat (Gesetzeskodex im orthodoxen Islam ) und die Sunna (Verhaltensformen und -techniken im orthodoxen Islam ) ab und treten für Religionsfreiheit (Laizismus), Menschenrechte ,Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft ein.

Andererseits gilt in ihrer Glaubensgemeinschaft folgende Gesetzgebung:

Die alevitische Glaubenslehre basiert auf der Entscheidungs- und Glaubensfreiheit des Menschen.
Niemand hat eine Verpflichtung, etwas tun oder glauben zu müssen.

Die Grundpfeiler der alevitischen Vorschriften sind in diesem einen Satz eline beline diline sahip ol vereint. Er besagt Folgendes:

eline sahip ol: Beherrsche deine Hände. Es steht für das negative Potenzial, wozu Hände im Stande sind, also: Begehe keinen Diebstahl, zerstöre nicht und nutze Deine Hände für etwas Sinnvolles.

beline sahip ol: Beherrsche deine Lende. Die Lende steht als Synonym für Triebe, insbesondere sexueller Natur.

diline sahip ol: Beherrsche deine Zunge. Die Zunge steht für Kommunikation und dass sie oft durch Unwahrheiten, aber auch durch unbedacht gewählter Wortwahl missbraucht wird und letztendlich eventuell mehr Leid erzeugen kann als vielleicht ein Schwert (z. B. Meineid, Verleumdung, Rufmord).

Die Verbote des Tötens, des Diebstahls, der Verleumdung und des Ehebruchs gelten für Aleviten gegenüber allen Menschen.
Damit wollen sie die Menschlichkeit und das Zusammenleben aller Menschen fördern. Hinzu kommen alltägliche Vorschriften der Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit und weitere. Jede Alevitin und jeder Alevit sollte diese Vorschriften anwenden.

Vier Tore, vierzig Pforten

Das erste Tor ist die Scharia, d. h. die Annahme der Gesetze und Pflichten der Gemeinschaft, in der man lebt.
Das zweite Tor ist die Kenntnis der individuellen Rechte und Ansprüche, die man selber hat und stellt; d. h. was begehre ich, was ist mein?
Das dritte Tor ist die Erkenntnis des Nächsten; d. h. was begehrt der Mitmensch, was gehört dem Mitmenschen?
Das Erreichen des vierten Tores setzt die Beschäftigung mit den Rechten und Pflichten der Gemeinschaft voraus. Ab diesem Tor hat das jeweilige Individuum das Recht und die Möglichkeit, die Pflichten und Rechte der Gemeinschaft aus „Tor 1“ mitzugestalten, was die weitere Entwicklung und Modernisierung des ersten Tores sichert.


III. Gottesdienst

Aleviten beten in der Regel nicht in einer Moschee, sondern treffen sich zu Kulthandlungen, genannt Cem, in einem Cemevi (Versammlungshaus) zur Rezitation von Gedichten und zum rituellen Tanz (Semah).

Zum Semah:

Viele kennen die Bilder der sich in Ekstase drehenden Derwische. In Sufi-Orden, wie dem Mevlevi-Orden und bei den Anhängern des Mystikers Haci Bektasi Veli (13. Jhd.) ist der Tanz ein fester Bestandteil der religiösen Riten und Traditionen. Der Semah (Himmel, Himmelsgewölbe) hat vor allem innerhalb der alevitischen Kultur einen hohen Stellenwert.

In Begleitung von Saz (Instrument) und mystischen Liedern tanzen Frauen und Männer gemeinsam in Form eines Kreises, wie die Kreisbahnen der Planeten, Sonne und Mond.

Semah hat eine tiefere, mystische Bedeutung. Dieser ist eine Erzählung, Ausdruck von Dankbarkeit, der Freude, des Reichtums, aber auch des Todes, umrahmt von Rhythmen und Musik. Er ist eine Inszenierung des Ursprungs des alevitischen Glaubens, der sowohl schiitische als auch alttürkische, vorislamische und altchristliche Elemente umfasst.

Darüber hinaus spielt de hat die Hand eine große Bedeutung dieses religiösen Ritus. Sie gestaltet ihn vom Anfang bis zum Ende. Denn die Hand ist ein Instrument, das Gedanken ausführt. Die Hand hatte für Hz. Ali und Hz. Fatma eine bedeutende Stellung, wie auch heute innerhalb der Lehre. Die grüne Hand, die schöpferische Hand, ist die Hand Fatmas.

Der Hand begegnet man auch beim Cem der Vierzig und bei der Himmelsreise. Wie aus dem Buch „Kuslarin Dili“ von Sevki Baba zu entnehmen ist, symbolisiert der Handrücken das Klare, das Deutliche (zahir) und die Handfläche das Verborgene, das Innere (batin). Man sieht auf die Handfläche, um vielleicht das Verborgene zu sehen. Oder aber man sieht Ali. Falls die Hand der Spiegel des Gesichtes ist, denkt man an die Verszeile von Hilmi Baba, in denen er sagte: „Ich hielt den Spiegel vor mein Gesicht und erblickte Ali.“.

4. Sonstiges:

Symbole
Ähnlich wie schiitische Glaubensgemeinschaften tragen auch viele Aleviten Ketten mit einem gebogenen Schwert (Dhu l-faqar o. Zülfikar) als Anhänger.
Aleviten meinen, dass das Schwert nur für Ali bestimmt war und er auch nur damit umgehen konnte.

Damit zeigen sie ihre Anerkennung und Ehrfurcht gegenüber Ali ibn Abu Talib, dem man den Besitz eines gebogenen Schwertes mit Doppelspitze nachsagt.

Djibril soll derjenige gewesen sein, der zum Imam Ali gesagt haben soll: La fata ila ali, wala saif ila solfikar. Das bedeutet soviel wie: Es gibt keinen heldenreicheren außer Ali und kein Schwert außer Zülfikar. Er ist auch derjenige, der dem Propheten Mohammed die erste Sure diktiert hat. Er führte auf seinem Pferd Haizum die Engel in die Schlacht von Badr.

Diese Anhänger sind eher eine neue Erscheinung im Alevitentum. Ältere Aleviten kennen dies aus ihrer Jugend meist nicht. Als Angehörige einer unterdrückten Gemeinschaft war es nicht üblich, sich offen zu erkennen zu geben.
Alljährlich findet vom 16.-18. August Hacı Bektaş-ı Veli zu Ehren ein Festival statt. Wichtige Vertreter aus Politik und Kultur präsentieren sich gerne dabei als Fürsprecher der alevitischen Kultur. Aus der ganzen Türkei reisen unzählige Pilger an, feiern und opfern gemeinsam mit ihren Glaubensgenossen. Zu jenen Tagen wird aus dem kleinen Ort Hacibektas ein Wallfahrtsort mit mehr als 100.000 Besuchern.


Diese Informationen sollten für den Anfang genügen.


Quellen: ISMAIL KAPLAN / Aus dem Buch: Das Alevitentum / Herausgeber: AABF- Alevitische Gemeinde Deutschland

http://www.alevitentum.de/Aleviten_Alev ... entum.html

http://www.alevitentum.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Aleviten

http://www.aleviten-ingolstadt.de/IAKMA ... Glaube.php

http://www.alevitentum.de/Werte/semah/semah.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BClfikar

http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(Erzengel)


PS: Sollte ich etwas Wichtiges vergessen haben, so reiche ich es selbstverständlich nach!

ALLAH HU ALEM

Wa Selam Aleikum
AliibnAbiTalib
 
Beiträge: 83
Registriert: Fr Sep 03, 2010 10:40 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon AliibnAbiTalib » Fr Sep 17, 2010 10:54 pm

WirsindAleviten hat geschrieben:Slm
Ich weiß das viele Sunniten sich mit dem Alevitentum nicht auskennen und noch an Lügen glauben die die Osmanen über uns verbreitet haben ! Wenn einer das wahre Alevitentum lernen möchte / Wenn einer Fragen hat , kann er mich gerne Fragen ich bin bereit das Alevitentum zu verteidigen ! Cooool



http://www.youtube.com/user/WirsindAleviten


Hallo :-)

Wie geht´s, wie steht´s?

Ich habe da mal ne Frage zum Verständnis:

Warum willst du die Sunniten, welche "möglicherweise" keine Ahnung haben zu deinem Kanal einladen, damit sie sich ein Bild über das Alevitentum machen können?

Dazu ist doch dieses Forum gedacht, verschreck´ doch die Leute nicht :-)

Denn wenn sie die Debatte mitverfolgen, ist es ihnen ja möglich im Laufe der Zeit sich einen Überblick zu verschaffen... :-)

Okay, bis zum nächsten Mal :-)
AliibnAbiTalib
 
Beiträge: 83
Registriert: Fr Sep 03, 2010 10:40 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon AbuBakr » Sa Sep 18, 2010 1:05 am

assalamu

Lieber WirsindAleviten,

ich freue mich dich begrüßen zu dürfen. Wie der Bruder AliIbnAbiTalib gesagt hat. Wir wollen gerne, dass du uns deine Religion selber erklärt, damit keiner über euch lügt.

Vielleicht könntest du dich auch im Forum vorstellen, damit die Geschwister dich auch grüßen. Das ist ein Link zur Vorstellecke:
viewforum.php?f=18

assalamu
Benutzeravatar
AbuBakr
 
Beiträge: 3055
Registriert: Do Apr 08, 2010 3:27 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon Daveti99 » Sa Sep 18, 2010 5:03 am

bismillah

WirsindAleviten hat geschrieben:Slm
Ich weiß das viele Sunniten sich mit dem Alevitentum nicht auskennen und noch an Lügen glauben die die Osmanen über uns verbreitet haben ! Wenn einer das wahre Alevitentum lernen möchte / Wenn einer Fragen hat , kann er mich gerne Fragen ich bin bereit das Alevitentum zu verteidigen ! Cooool


ok dan fang doch mal an und erkläre uns warum wir alle Aleviten sein sollten!
Du kannst das Alevitentum hier verteidigen damit es auch jeder sieht insallah! Mal schauen ob du es tust also ich würde mich sehr freuen wenn du es hier tust ;)

Möge Allah uns die Wahrheit als wahr und die Lüge als Lüge zeigen lassen
Benutzeravatar
Daveti99
 
Beiträge: 602
Registriert: Fr Apr 09, 2010 12:00 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon Ibn Muhammed » Sa Sep 18, 2010 2:10 pm

Allah- Mohammed- Ali sind Eins. Sie werden zusammen an- und ausgesprochen und in gleicher Weise angebetet. Nach Auffassung der Aleviten gehören Mohammed und Ali zum Lichte Gottes, das diese Welt seit ihrer Schöpfung erhellt.


Frieden sei mit denen die der Rechtleitung folgen,

ich denke ein offenkundiger Šhīrk, wie oben zitiert, gibt es nicht. Ihr betet Moḥammed und Alī neben Allāh an?

Allāh vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der ist fürwahr weit abgeirrt. [Qurʿān al-Karīm 4:116]

Wer Allāh Götter zur Seite stellt, dem hat Allāh den Himmel verwehrt, und das Feuer wird seine Wohnstatt sein. Und die Frevler sollen keine Helfer finden [Qurʿān al-Karīm 5:72]

Sag: Er ist Allāh, ein Einer[Qurʿān al-Karīm 112:2]

Lasset ab - ist besser für euch. Allāh ist nur ein Einiger Gott [Qurʿān al-Karīm 4:171]

bismillah

Meine Fragen:

1. Welche lügen verbreiten den die Sunniten so über euch?
2. Wo ist der Unterschied zwischen euch und den Shīah?
3. Wieso seit ihr der Meinung, das euer Weg der richtige ist, obwohl ihr euch von den Shīah abspaltet?
4. Wie könnt ihr euch als Muslime bezeichnen, obwohl ihr keine der 5 Säulen befolgt, Alī und Muḥammed anbetet? Oder bezeichnet ihr euch überhaupt nicht als Muslime?
5. Welche Quellen und welche bekannte Gelehrte habt ihr überhaupt? Welche Āhadīṭ Bücher habt ihr?
Ibn Muhammed
 
Beiträge: 122
Registriert: Sa Apr 24, 2010 5:53 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon AliibnAbiTalib » Sa Sep 18, 2010 2:26 pm

Ibn Muhammed hat geschrieben:
Allah- Mohammed- Ali sind Eins. Sie werden zusammen an- und ausgesprochen und in gleicher Weise angebetet. Nach Auffassung der Aleviten gehören Mohammed und Ali zum Lichte Gottes, das diese Welt seit ihrer Schöpfung erhellt.


Frieden sei mit denen die der Rechtleitung folgen,

ich denke ein offenkundiger Šhīrk, wie oben zitiert, gibt es nicht. Ihr betet Moḥammed und Alī neben Allāh an?

Allāh vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der ist fürwahr weit abgeirrt. [Qurʿān al-Karīm 4:116]

Wer Allāh Götter zur Seite stellt, dem hat Allāh den Himmel verwehrt, und das Feuer wird seine Wohnstatt sein. Und die Frevler sollen keine Helfer finden [Qurʿān al-Karīm 5:72]

Sag: Er ist Allāh, ein Einer[Qurʿān al-Karīm 112:2]

Lasset ab - ist besser für euch. Allāh ist nur ein Einiger Gott [Qurʿān al-Karīm 4:171]

bismillah

Meine Fragen:

1. Welche lügen verbreiten den die Sunniten so über euch?
2. Wo ist der Unterschied zwischen euch und den Shīah?
3. Wieso seit ihr der Meinung, das euer Weg der richtige ist, obwohl ihr euch von den Shīah abspaltet?
4. Wie könnt ihr euch als Muslime bezeichnen, obwohl ihr keine der 5 Säulen befolgt, Alī und Muḥammed anbetet? Oder bezeichnet ihr euch überhaupt nicht als Muslime?
5. Welche Quellen und welche bekannte Gelehrte habt ihr überhaupt? Welche Āhadīṭ Bücher habt ihr?


Selam Aleikum geliebter Bruder

Wie geht´s, InshALLAH gut :)

Lassen, wir den User doch einfach mal selbst erklären. Er kann uns dann ja seine Sichtweisen darlegen und uns ggf. eines Besseren belehren...

Unsere Fragen haben dann ja immer noch die Möglichkeit, beantwortet zu werden ... Sabr Sabr Sabr :)

Wa Selam Aleikum
AliibnAbiTalib
 
Beiträge: 83
Registriert: Fr Sep 03, 2010 10:40 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon WirsindAleviten » Sa Sep 18, 2010 3:49 pm

Ibn Muhammed hat geschrieben:
Allah- Mohammed- Ali sind Eins. Sie werden zusammen an- und ausgesprochen und in gleicher Weise angebetet. Nach Auffassung der Aleviten gehören Mohammed und Ali zum Lichte Gottes, das diese Welt seit ihrer Schöpfung erhellt.


Frieden sei mit denen die der Rechtleitung folgen,

ich denke ein offenkundiger Šhīrk, wie oben zitiert, gibt es nicht. Ihr betet Moḥammed und Alī neben Allāh an?

Allāh vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der ist fürwahr weit abgeirrt. [Qurʿān al-Karīm 4:116]

Wer Allāh Götter zur Seite stellt, dem hat Allāh den Himmel verwehrt, und das Feuer wird seine Wohnstatt sein. Und die Frevler sollen keine Helfer finden [Qurʿān al-Karīm 5:72]

Sag: Er ist Allāh, ein Einer[Qurʿān al-Karīm 112:2]

Lasset ab - ist besser für euch. Allāh ist nur ein Einiger Gott [Qurʿān al-Karīm 4:171]

bismillah

Meine Fragen:

1. Welche lügen verbreiten den die Sunniten so über euch?
2. Wo ist der Unterschied zwischen euch und den Shīah?
3. Wieso seit ihr der Meinung, das euer Weg der richtige ist, obwohl ihr euch von den Shīah abspaltet?
4. Wie könnt ihr euch als Muslime bezeichnen, obwohl ihr keine der 5 Säulen befolgt, Alī und Muḥammed anbetet? Oder bezeichnet ihr euch überhaupt nicht als Muslime?
5. Welche Quellen und welche bekannte Gelehrte habt ihr überhaupt? Welche Āhadīṭ Bücher habt ihr?





Ersten Beten wir nicht Hz Muhammed oder Hz Ali an
Es gibt in Libanon auch in syrien eine Religionsgruppen die sich Alewiden nennt die beten hz Ali
Die Osmanen führten Krieg gegen die Aleviten sie schickten erst söldner um uns zu vernichten aber die Söldner wurden vernichtet ..als man merkte das der Krieg nicht so leicht werden würde hat man lügen über uns verbreitet damit man auch die gesammte Sunnitische bevölkerung gegen uns aufhetzt

_
Wir würden inzest begehen
Nach dem Semah würde sich immer eine sex orgiene stattfinden
Wir würden Hz Ali anbeten
Wir würden Hz Muhammed hassen
usw..
_

Shia Alevitentum

Wir Aleviten beten anders als die Schiieten
Während im Iran man für alles gezwungen wird muss man im Alevitentum alles mit freiemwillen machen
In der Ashura schlagen sich die Schiieten (damit sie denn Leid Hz Hüseyin´spüren ) wir feiern die Asüra .. die Asüra ist eine süßspeiße . da kommen nachbarn und verwandte zusammen !Wir Aleviten bringen mit Aşure unseren Dank zum Ausdruck, dass Zein Al Abidin, aufgrund seiner Krankheit die Schlacht von Kerbela überlebte!

Aber wir Aleviten und die Schiieten haben vielles gemeinsam
Wir Aleviten werden auch zu den Schiieten mit gezählt
Das Schiietentum und das Alevitentum sind das selbe nur sind ein paar sachen verschieden

Wir beten nicht HZ Muhammed und Hz Ali An
WirsindAleviten
 
Beiträge: 17
Registriert: Fr Sep 17, 2010 7:28 pm

Re: Aleviten/Sunniten-Debatte

Beitragvon Ibn Muhammed » Sa Sep 18, 2010 4:51 pm

bismillah

Ich rede von den Unterschieden in der ʿAqīdah, zwischen den Aleviten und Shīah

Wieso hast du nicht alle meine fragen beantwortet? Ich dachte du willst deinen Glauben hier verteidigen? Beantworte auch die restlichen fragen

Ersten Beten wir nicht Hz Muhammed oder Hz Ali an


Okay, aber auf den genannten Aleviten Seiten steht : ''Allah- Mohammed- Ali sind Eins. Sie werden zusammen an- und ausgesprochen und in gleicher Weise angebetet. Nach Auffassung der Aleviten gehören Mohammed und Ali zum Lichte Gottes, das diese Welt seit ihrer Schöpfung erhellt.''

Das Moḥammed und Alī zu Allāh gehören bzw. eins sind ist falsch, was klar und deutlich dem Qurʿan widerspricht. Schau meinen letzten Post, habe ich die Ayāt genannt. Ebenso steht dort ''und in gleicher Weise angebetet''. Also betet ihr sie doch an
Ibn Muhammed
 
Beiträge: 122
Registriert: Sa Apr 24, 2010 5:53 pm

Nächste

Zurück zu Dialog zwischen Aleviten und Sunniten.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast