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Tariq Ramadan

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Tariq Ramadan

Beitragvon sa3id » Mo Dez 19, 2011 8:28 am

bismillah

assalamu

Ich wollte mal die Person Tariq Ramadan hier erwähnen.
Es gibt sehr wenig über ihn auf deutsch, ich hab eigentlich nur gute Widerlegungen auf französisch gesehen.

hier mal die Link/Artikelsammlung dazu (alles mit Audioaufnahme):
http://www.salafidemontreal.com/index.p ... &Itemid=21

Es ist echt unglaublich was für Aussagen er tätigt. Ich habe inzwischen mehrmals Geschwister getroffen die von ihm beeinflusst sind und auf ihn reingefallen sind. So viele Aussagen die Kufr Akbar sind.

la hawla wala quwata ila billah!!

Eine seiner schlimmsten Aussagen ist, dass die Sharia heute nicht mehr gültig sei.
Er bringt ein Scheinargument um seine Sachen zu "belegen".
Sinngemäß seine Aussage: "Sharia ist heute nicht aktuel, wir leben in Europa im 21. Jahrhundert, und wir müssen Sharia an diese zeit anpassen", seine Behauptung dazu ist, das Umar auch die Sharia geändert hat in seiner Zeit. Umar soll die Strafe für den Dieb mit Handabschlagen abgeschafft haben.

Oder er sagt, wir sollen nicht die Gelehrten in den arabischen Ländern für uns denken lassen, wir müssen selber für uns denken. Seine Anhänger haben diese Einstellung, dass sie eine Fatwa nur akzeptieren wenn sie mit ihrem Verstand übereinstimmt.

Autubillah!!

Vielleicht kann man mal den "deutschen Markt" vor ihm und seinen rießen Kufr Aussagen und Ideen schützen.
Vielleicht kann jemand gute Widerlegung von ihm übersetzen, ich bin dazu nicht in der Lage, erachte es aber als sehr sehr wichtig.

Baarak allahu fikum
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Re: Tariq Ramadan

Beitragvon Moe » Mo Dez 19, 2011 9:26 am

Salam

sa3id hat geschrieben:bismillah

assalamu

Eine seiner schlimmsten Aussagen ist, dass die Sharia heute nicht mehr gültig sei.
Er bringt ein Scheinargument um seine Sachen zu "belegen".
Sinngemäß seine Aussage: "Sharia ist heute nicht aktuel, wir leben in Europa im 21. Jahrhundert, und wir müssen Sharia an diese zeit anpassen", seine Behauptung dazu ist, das Umar auch die Sharia geändert hat in seiner Zeit. Umar soll die Strafe für den Dieb mit Handabschlagen abgeschafft haben.

Baarak allahu fikum


Wie Du bereits sagtest ein Scheinargument.
'Umars ra. Handlung war keine Aussetzung oder Umänderung der Sharia, vielmehr war sein Handeln wie das Aussetzen der Strafe bei Diebstahl durch Dürre und dadurch folgender unzureichender Lebensmittelversorgung eine logische Konsequenz des Grundgedankens:

Wenn nicht A eintrifft, kann B nicht als Konsequenz eintreffen.

So ist in Situationen des allgemeinen Wohlstandes Diebstahl weit weniger für Individuen nötig als in Dürrezeiten, sodass dementsprechend Bestrafungen angepasst werden müssen, so 'Umars Einschätzung, die jeder mit Verstand ebenfalls treffen würde und die sunnitischen Gelehrten geben ihm Recht.
Ein Weiteres Argument für 'Umar war, dass dieser keiner islamischen Gesetzesmäßigkeit widersprach, was wiederum (situationsabhängig) islamisch Rechtens ist.

Deshalb ja müssen wir uns in Dt. an die StVO halten, weil diese notwendig ist und hinreichend gesehen der Sharia nicht widerspricht.

Das selbe Prinzip ist auf die Entstehungen von Gefängisse zu übertragen.
Weder widersprechen sie den Maqasid Ash Sharia noch anderen weniger offensichtlichen Rechte.


Natürlich verstehen Ahlul Kalam wie Tariq Ramadan das nicht, dabei ist das Usul Al Fiqh-Grundwissen.
Denn seine Uminterpretation der Sharia widerspricht diese grundlegend, denn wo 'Umar situationsabhängig erweitert, grenzt Ramadan diese ein, was immer nichtig und verboten ist.


Wie Du sagtest, Unwissende lassen sich von seiner schein-intellektuellen Ausdrucksweise blinden.

Salam
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Re: Tariq Ramadan

Beitragvon sa3id » Mo Dez 19, 2011 10:11 am

bismillah
assalamu

Hab ich das richtig verstanden?

Also, was ich weiß ist dass wenn jemand stiehlt aus Hunger, also nicht um sich nur zu bereichern ohne Grund, dass ihm seine hand nicht abgehackt wird, richtig?

Gibt es ein Fiqh Buch was authentisch ist in englisch was darüber spricht?
Ich habe nichts gefunden so richtig.

Wenn nicht A eintrifft, kann B nicht als Konsequenz eintreffen

Meinst du damit, wenn es keinen nach Shari3a erfüllten Bedingungen Dieb gibt, kann man ihm auch nicht dafür bestrafen?

Wie kann ich jemand das kurz und knapp wissenschaftlich widerlegen? Es war für mich persönlich noch etwas unklar wie man das Scheinargument an der Wurzel ausreißen kann. Vielleicht findet man nochmal etwas präzisere Worte.

Für diese Anhänger ist es wie folgt, gibt man ihnen Beweise von einer Fatwa sagen sie "Ja, wenn ich zu jemand anderem gehe, dann bekomme ich eine andere Antwort". Als ob keiner so genau weiß was Islam überhaupt ist, und jeder hat eben so seine Meinung.

Hat jemand Erfahrung wie man mit solchen Leuten Dawa machen kann?
Subhan allah, wer glaubt dass die Sharia nicht mehr in unsere Zeit passt, dann ist das Kufr Akbar und wer sowas glaubt ist ein Kafir.
Ob die Anhänger von Tariq Ramadan einen Entschuldigungsgrund haben für ihren Kufr, oder ob sie überhaupt als Muslime sterben weiß nur Allah.

Deswegen ist dieser Typ so gefährlich. Er ruft die Leute zu den Toren der Gahannam.

Authubillah
Möge Allah uns und ihn und seine Anhänger rechtleiten.
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Re: Tariq Ramadan

Beitragvon Moe » Mo Dez 19, 2011 12:32 pm

Salam

sa3id hat geschrieben:Hab ich das richtig verstanden?

Also, was ich weiß ist dass wenn jemand stiehlt aus Hunger, also nicht um sich nur zu bereichern ohne Grund, dass ihm seine hand nicht abgehackt wird, richtig?


Ich wollte es nicht sagen, weil ich meine Quelle als unzureichend empfinde, aber ich hörte in diesem Zusammenhang mehrmalsin einem Unterricht, dass 'Umar ra. diesbzgl. sinngemäß sagte:

"Wie kann ich die Menschen nach Recht bestrafen, wenn ich ihnen nicht ihr Recht gab und meiner Aufgabe als Amir nicht nachgekommen bin (und für ausreichende Nahrung für das Volk gesorgt habe)?"


Wie gesagt, vernünftige Aussage.

sa3id hat geschrieben:Gibt es ein Fiqh Buch was authentisch ist in englisch was darüber spricht?
Ich habe nichts gefunden so richtig.


Ja. Schau auf DIDI e.V. unter Downloads, nämlich "Strafrecht" und "Usul Al Fiqh".

Etwas besseres im deutschen kenne ich nicht.
sa3id hat geschrieben:Für diese Anhänger ist es wie folgt, gibt man ihnen Beweise von einer Fatwa sagen sie "Ja, wenn ich zu jemand anderem gehe, dann bekomme ich eine andere Antwort". Als ob keiner so genau weiß was Islam überhaupt ist, und jeder hat eben so seine Meinung.


Das Thema haben wir hier im Forum ebenfalls schon besprochen. Ich zitiere einfach, was Shakh Albani sagte:

"Die Beziehung zwischen dem Laien und einem Gelehrten ist wie die Beziehung zwischen einem Gelehrten und einem Beweis"

Soll heißen:
Dich als Laie interessiert nicht, ob es verschiedene Meinungen gibt oder dergleichen.
Du nimmst einfach Aussagen des Ijma' der Gelehrten einer Zeit, solltest Du diese in Erfahrung bringen können
(Diesen Punkt beachten Leute wie Ramadan natürlich nicht, weil sie nicht wissen, dass der Ijma' eine Wissensquelle darstellt, demzufolge ist ihre Meinung nonsense, denn ein Ijma' zu einer Sache gibt es immer).

Alternativ sucht man die Meinung eines anerkannten sunnitischen Gelehrten auf, nimmt seine Meinung und fertig. Sollte sich die Meinung später als falsch herausstellen, liegt die Schuld nicht beim Laien und in der Regel ebenso nicht beim Gelehrten, sollte er denn zum Ijtihad befugt sein.

Salam
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Re: Tariq Ramadan

Beitragvon PenName » Mo Dez 19, 2011 2:08 pm

bismillah
assalamu

Did ‘Umar call for a moratorium?

The question in fact should be: Does ‘Umar have the right to call for a moratorium on any aspect of Shariah? Does the Prophet have the right to place a moratorium? When one glances at the Prophetic narrations with respect to the application of Hudud amongst the early Muslims, it becomes clear that the right of legislation was exclusively maintained for Allah alone, and why would it be otherwise, when that is considered the twin-half of faith? To quote one example, once a companion caught a thief and brought him to the Prophet. When the Prophet ordered the Hadd of theft to be applied to him, the companion pitied the thief and decided to forgive him, but the Prophet in response rebuked the companion for not pardoning the thief before he came to him, for when a case reaches the ruler, then there is no alternative but the application of the Hadd punishment. The Prophetic traditions tell us of incidents where the Prophet would intercede on behalf of the murderer with the victim’s family to spare the murderer from the act of retribution (Qisas), but never did he have the right to prevent any family from demanding and carrying out retribution, and this is in spite of him being the Messenger of Allah. Therefore, if even the Prophet himself did not have the right to call for the suspension of the Hudud, how can anyone besides him be given that right? For the same reason, how can it be thought of a righteous Caliph like ‘Umar to call for a cessation of the Hudud for which he has no authority?

Nevertheless, the secularists often cite the incident when ‘Umar ibn al-Khattab, the second righteous Caliph, supposedly suspended the punishment for stealing in the year of famine. They claim that since theft became so rampant at that time that Caliph Umar saw it befitting to lift the Hadd punishment on stealing altogether, as opposed to leaving half of the nation amputees.

In response, we can confidently say that ‘Umar’s moratorium on the Hadd punishment for stealing is no more than a myth, for the incident clearly states that when the crime was reported to ‘Umar, he ordered that the thieves’ hands be cut – in the very year of the famine – and he only revoked his order upon seeing the thieves in a state of starvation. Hence, ‘Umar only applied the principle of ‘avoiding Hudud punishments due to the doubt factor’, very much in line with ‘the letter’ as reported from the Prophet: ‘avoid the Hudud in doubtful cases’. For this reason, if a woman steals from her husband’s wealth, since a portion of the man’s wealth is meant for his wife, the Hadd punishment is not applied to her, due to doubt, without the need for such a call. Therefore, ‘Umar did not shift any boundaries; rather he carried out the trust bequeathed to him by his two predecessors, the Prophet and Abu Bakr with a full sense of responsibility. http://islamicawakening.com/viewarticle ... leID=1222&
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