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Das Gebet

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Re: Das Gebet

Beitragvon el-husin » Mi Mai 16, 2012 9:13 am

Hab ich.....
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Re: Das Gebet

Beitragvon Imad-aldin » Mi Mai 16, 2012 12:49 pm

assalamu

So weit mir Bekannt ist, wer das Gebet Leugnet ist Kafir Geworden, und wer das Gebet unterlässt ist ein Fasiq oder Frevler, und nicht jeder der Frevler ist, ist gleich ein Kafir !

Natürlich was der Prophet saw. gesagt hat, das der unterschied zwischen einen Muslim und einen Ungläubigen ist das Gebet !

Aber wieviele Muslime gehen nicht Beten, manche gehe nur Freitags Beten, manche Garnicht, aber sol lange sie das Gebet nicht Leugnen dürfen wir kein Takfir auf sie machen, wer sind wir den ?

Die Entscheidung ist bei Allah swt. möge Allah uns alle Rechtleiten.

assalamu
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Re: Das Gebet

Beitragvon Moe » Mi Mai 16, 2012 5:43 pm

Salamu Alaykum wa RahmatAllahi wa Barakatuh.

Ein Bruder, besser bekannt als Abu Al Qaa Qaa, sagte mir, dass es unter Sahaba ein Ijmaa' gab, dass ein Unterlasser des Gebets ein Abtrünniger ist.
Von daher ist die Sache erledigt und bedarf keine weitere Diskussion.

Salamu Alaykum wa RahmatAllahi wa Barakatuh.
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Re: Das Gebet

Beitragvon PenName » Mi Mai 16, 2012 9:40 pm

Moe hat geschrieben:Salamu Alaykum wa RahmatAllahi wa Barakatuh.

Ein Bruder, besser bekannt als Abu Al Qaa Qaa, sagte mir, dass es unter Sahaba ein Ijmaa' gab, dass ein Unterlasser des Gebets ein Abtrünniger ist.
Von daher ist die Sache erledigt und bedarf keine weitere Diskussion.

Salamu Alaykum wa RahmatAllahi wa Barakatuh.


bismillah
assalamu

Die zahlreichen Gelehrten die dazu eine andere Ansicht haben wissen auch was ein Ijma ist. Trotzdem gibt es diesen Meinungsunterschied und beide Ansichten sind anerkannt (was nicht so wäre wenn die Sache so eindeutig wäre).
Auch gegen dieses Ijma de Sahaba Argument haben andere Gelehrte ihre Argumente. Es bedarf unter uns trotzdem keine Diskussionen.
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Re: Das Gebet

Beitragvon AbuBakr » Do Mai 17, 2012 1:51 pm

assalamu


1) Wir müssen erstmals sagen, dass Ibrahim Abu Naji keine Fatwa gibt, sondern eine zitiert. Er spricht aber nicht von seiner eignenen Meinung, und hat diese Meinung im Video nicht bestätigt.
2) Die Entscheidung, ob ein persönlicher Nichtbeter als Sünder, oder als Kafir behandelt wird, trifft nur ein Richter in einem islamischen Staat. Er muss mit dem Nichtbetenden reden, warum er nicht betet. Wenn er aus Faulheit nicht betet, dann wird er sicherlich bei Ermahnung beten. Wenn er aus Leugnung nicht betet, dann hat der Richter zu prüfen, ob diese Person jemals Muslim war, und nicht seit dem Beginn seines Lebens ein Nichtbeter gewesen. Wenn er sein ganzes Leben das Gebet leugnete, dann war er nie Muslim und wird auch nicht als Abtrünnige behandelt.
3) Es gibt 2 Meinungen dazu, es ist mir aber nicht bekannt, dass ein Nichtbeter in der ganzen islamischen Geschichte dafür getötet wurde. Es stimmt, dass es Hadithe gibt, die besagen, dass der Unterschied zwischen uns und den Kuffar ist das Gebet, wer diese verlässt, der ist Kafir geworden, jedoch dieser Hadith kann nicht so äußerlich verstanden werden. Denn der erste Unterschied zwischen einem Muslim und einem Kafir nicht das Gebet, sondern der Glaube an Allah und seinen Gesandten. Das heißt, wie sollen wir den Hadith nun verstehen?? Die Antwort ist: Der Prophet saw. spricht hier nicht von Kuffar und Muslimen, sondern von kleinem Kuffr, also Muslime, die immer noch Muslime sind, aber Kuffrtaten begehen. Diese Leute glauben schon an Allah und seinen Gesandten, vernachlässigen ihre Religion jedoch. Das ist die einzige mögliche Erklärung für diese Hadithe. Und das hat mit Abtrünnung nichts zu tun, denn kleiner Kuffr ist kein Austritt aus dem Islam, und man wird dadurch nicht als Abtrünnige behandelt, sondern als Frevler. Deshalb vertrete ich die Meinung, die keinen Takfir auf den Nichtbeter macht, und diese Meinung ist die Meinung der absoluten Gelehrte heutzutage. Sie machen doch keinen Takfir mit absetzung der Scharia aus Lust, sollen sie nun Takfir wegen dem Gebet machen??

assalamu
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Re: Das Gebet

Beitragvon berkanzero » Fr Mai 18, 2012 10:25 am

bismillah

Ich hab hier noch eine Meinung von einem Gelehrten.



assalamu
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Re: Das Gebet

Beitragvon el-husin » Di Mai 22, 2012 9:58 am

assalamu

Danke Bruder...
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Re: Das Gebet

Beitragvon Imad-aldin » Di Mai 22, 2012 11:12 am

assalamu

Schöne Beitrag von Abdul Adhim : Wie Schlimm ist es wenn man das Gebet Vernachlässigt

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Re: Das Gebet

Beitragvon Abu Sulayman » Do Jul 19, 2012 4:53 pm

Assalamu 'alaykum wa rahmatullah,

ein Kommentar aus einem anderen Forum, was zu diesem Thread hier passt:

Abu Sulayman hat geschrieben:Assalamu 'alaykum wa rahmatullahi wa barakatuh,

die Angelegenheit, dass derjenige, der das Gebet verlässt, ungläubig wird ist die Position von Imam Ahmad bin Hanbal (rahimahullah) und der Hanabilah. Und diese Position ist auch die Position von führenden Gefährten des edlen Gesandten Allahs (sallallahu 'alayhi wa sallam).

Man lese sich hierfür den Beitrag vom Bruder as-Sarim al-Maslul durch:

:bismillah:


Dieser Ijmāʾ der Ṣaḥāba, von dem du redest, wird von Shaykh ibn ʿUthaymīn, Ibn Taymiyyah und al-Maruzi berichtet. Doch muss man fairerweise sagen, dass die meisten Gelehrten diese Ansicht nicht teilen. Die meisten Gelehrten sind der Ansicht, dass es kein Ijmāʾ in dieser Sache gibt.
Ibn Hazm z.B. berichtete z.B. von nur 17 Ṣaḥāba, welche sagten, dass derjenige der nicht betet ein Kāfir ist.


Ich denke, dass Bruder Muaawiyah schon die Genugtuung erbracht hat. Dennoch muss noch auf eine wichtige Sache in dieser Thematik hingewiesen werden. Ich sage - und bei Allāh liegt der Erfolg:

ʿAbdullāh bin Shaqīq al-ʿUqailī (رحمه الله) sagte: "Die Gefährten [des Propheten] Muḥammads (صلى الله عليه وسلم) pflegten nichts von den unterlassenen Handlungen als Kufr zu betrachten, außer das Gebet."

Diesen Ḥadīth verzeichnete al-Tirmiḍī (2622), sowie auch Ibn Abī Shaibah (6/172) in seinem Muṣannif und Muḥammad bin Naṣr in Taʿḍhīm Qadr al-Ṣalāh (2/904). Imām al-Nawawī sagte in al-Maḍmūʿ (3/16): "Sein Isnād ist authentisch."

Ibn Ḥaḍar (رحمه الله) sagte in al-Tahḍīb über ʿAbdullāh bin Shaqīq: "Er überlieferte von seinem Vater [...], ʿUmar, ʿUthmān, ʿAlī, Abī Ḍarr, Abī Hurairah, ʿĀ'ishah, Ibn ʿAbbās, Ibn ʿUmar, ʿAbdullāh bin Abī al-Ḍadʿā', ʿAbdullāh bin Surāqah und Aqraʿ, dem Mu'aḍḍin von ʿUmar, sowie auch von anderen. [...] Al-Haiṭam bin ʿAdyy und Muḥammad bin Saʿd sagten: Er ist gestorben, als al-Ḥaḍḍāḍ über den Irak regierte. Abu Khalīfah sagte: Er ist nach dem ersten Jahrhundert gestorben. Andere sagten: Er ist im Jahre 108 gestorben. [...]"

Al-Ḍahabī (رحمه الله) sagte in al-Kāshif: "ʿAbdullāh bin Shaqīq al-Baṣrī [überlieferte] von ʿUmar, Abī Ḍarr und den Großen."

Dadurch, dass ʿAbdullāh bin Shaqīq von ʿUmar und anderen großen Gefährten des Propheten (صلى الله عليه وسلم) überlieferte. Darüber hinaus verstarb er im Jahre 108 n.H. gemäß der überlieferten Angaben. Ist es da nicht irrsinnig zu behaupten, dass ʿAbdullāh bin Shaqīq (رحمه الله) nur von 17 Ṣaḥābah überlieferte? Darauf werde ich - in shā'a Allāh - später näher eingehen.

Des Weiteren überlieferte ʿAbdullāh bin Shaqīq von Abī Hurairah, der sagte: "Die Gefährten des Gesandten Allāhs (صلى الله عليه وسلم) pflegten nichts von den unterlassenen Handlungen als Kufr zu betrachten, außer das Gebet."

Diesen Ḥadīth verzeichnete al-Ḥākim (1/48) und sagte: "Dieser [Ḥadīth] erfüllt die Kriterien der Shaykhain [also: Buchārī und Muslim]." Und al-Ḥākim genügt als Indiz für die Richtigkeit dieser Überlieferung. Sollte jemand al-Ḥākim zurückweisen wollen, so möge er wissen, dass er ein erbärmlicher Diener ist.

Der Gesichtspunkt in dieser Beweisführung ist, dass in diesem Fall nicht ʿAbdullāh der Berichtende ist, sondern Abū Hurairah (رضي الله عنه), und niemand leugnet seine Vertrauenswürdigkeit, außer die abscheulichen Rawāfiḍh. Möchte hiernach jemand behaupten, dass Abū Hurairah behauptet hat, dass ein Konsens unter den Gefährten existiert, während er niemals existiert hat? Möchte jemand behaupten, dass Abū Hurairah nur wenige Gefährten getroffen hat? Niemand würde es behaupten, außer ein wahnsinniger Mensch.

Auch wenn ʿAbdullāh bin Shaqīq alleinig den Konsens übermitteln würde, wie man in seinen Worten sieht, so besteht immer noch der Fall, dass er niemanden traf, der den Gefährten - die den Takfīr aussprachen - widersprach. Somit ist das Schweigen der Gefährten ein Indiz dafür, dass sie mit den Worten der Gefährten, die den Takfīr aussprachen, einverstanden waren. Somit sind sich alle Gefährten einig, dass das ledigliche Unterlassen des Gebetes als Kufr gilt.

Betrachten wir einmal die Worte von ʿUmar bin al-Khaṭṭāb (رضي الله عنه), der sagte: "Keinen Anteil am Islām hat jener, der das Gebet unterlassen hat.", und in einer anderen Überlieferung heißt es: "Keinen Islām für den, der nicht betet."

Diesen Ḥadīṭh überlieferte Ibn ʿAbdilbarr (رحمه الله) in al-Istiḍkār. Bevor wir auf den Ḥadīth zu sprechen kommen, möchte ich hier die Stellung von ʿUmar (رضي الله عنه) sprechen. Es genügt alleinig, dass ʿUmar dieses Urteil sprach, da uns anbefohlen wurde unter anderem ʿUmar nach dem Gesandten zu folgen, wie im Ḥadīth: "Folgt den beiden nach mir: Abū Bakr und ʿUmar." Des Weiteren sprach der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم): "Nun, wenn sie Abū Bakr und ʿUmar gehorchen, dann werden sie rechtgeleitet." Des Weiteren sagte der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم): "Euch ist meine Sunnah und die Sunnah der rechtgeleiteten, rechtleitenden Khalīfen nach mir aufgetragen worden. Beißt euch an ihr mit euren Eckzähnen fest." Und der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم) sagte: "In den vergangenen Nationen vor euch verweilten unter ihnen Muḥaddaṭhūn. Wahrlich, wenn es in meiner Nation einen von ihnen geben sollte, dann ist es ʿUmar bin al-Khaṭṭāb."

Des Weiteren sprach al-Muḥadditḥ Sulaimān bin Nāṣir al-ʿUlwān (فك الله أسره) über die Stellung ʿUmars in seiner Schrift "Muhimmāt ul Masā'il fī Masḥi ʿalā al-Khuffain" folgende Worte: "Wie dem auch sei. Durch al-Aṭhrām entsteht ein Argument, so ist es nicht bekannt, dass einer von den Gefährten ʿUmar und ʿUqbah widersprochen hat. Und die Handlung von ʿUqbah weist darauf hin, dass dieser Sachverhalt bekannt unter den Gefährten war. [...] Und wenn seine Handlung durch seinen [eigenen] Ijtihād entstanden ist, so hat ihn ʿUmar darin bekräftigt. Und er ist ein rechtleitender Khalīf, der Eingebungen erhalten hat, und der Prophet (صلى الله عليه وسلم) befal uns ihm zu folgen."

Fest steht aber auch, dass ʿUmar diese Worte in der Nacht tätige, als er ermordert wurde, und man zu ihm sagte: "Bist du in der Lage zu beten?". Wenn dies feststeht, dann ist es auch offenkundig, dass niemand ʿUmar hierin widersprach.

Shaikh ul Islām Ibn Taimiah (رحمه الله) sagte: "Und weil dies der Konsens der Gefährten ist. ʿUmar sagte, als als man ihn ansprach, während er auf dem Weg zum Gebet war: Ja, keinen Anteil am Islām hat jener, der das Gebet unterlässt. Und seine Geschichte ist im Ṣaḥīḥ. Und in einer anderen Version lautet es: Keinen Islām hat jener, der nicht betet. Dies verzeichnete al-Naḍḍād. Und dies sagte er in Anwesenheit der Gefährten."

Bekräftigt wird dies auch dadurch, was Ibn Masʿūd sagte: "Kein Muslim ist jemand, der das Gebet unterlässt." Diesen Ḥadīth überlieferte unter anderem Ibn ʿAbdilbarr in al-Istiḍkār.

Es genügt schon, dass Ibn Masʿūd dies gesagt hat, da der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم) sagte: "Folgt der Rechtleitung von 'Ammar und haltet daran fast, was euch Ibn Mas'ud berichtet hat."

Möchte man denn nicht ʿUmar allen voran und Ibn Masʿūd, sowie auch Abū Hurairah folgen, während der Gesandte Allāhs (صلى الله عليه وسلم) explizit befehligte den beiden Ersteren zu folgen, und worüber hinaus jedem bekannt sein sollte, dass niemand von den Gefährten ihnen widersprach?

Und Allāh weiß am Besten

Euer Bruder Abu al-Qaa-Qaa


Der Bruder Abu Nagie hat sich auf folgende Fatwa vom Schaykh al-Munajjid bezogen:

http://islamqa.info/en/ref/14231

Am Ende der Fatwa steht folgendes:

Fifthly:
With regard to not praying, the correct view is that the one who does not pray is a kaafir and an apostate. See question no. 5208.


Es wird also gesagt, dass derjenige, der das Gebet verlässt ein Ungläubiger und ein Abtrünniger ist.

(Bevor ich aber fortfahre sei noch folgendes gesagt:
Ich habe jetzt bereits auf mehreren Foren, die von sich behaupten den 4 Rechtsschulen zu folgen (und Allah ta'ala weiss, dass die 4 Madhahib von ihnen unschuldig sind!!), aber ein Problem mit dieser Position haben, gesehen, dass sie es anscheinend nicht als "fair" ansehen, dass solch eine Person getötet wird. So viel also dazu, dass sie die verschiedenen Position der Rechtsschulen respektieren würden!)

Um Fortzufahren:

Die Person, die das Gebet verlassen hat, ist also gemäß der Hanabilah ein Apostat. Dies heisst natürlich nicht, dass jetzt die Person gleich getötet wird oder dass jeder auf der Strasse ihn töten darf.

Imam Ibn Qudamah (rahimahullah) sagte bezüglich dessen wann der Apostat bestraft wird folgendes (was übrigens auch in der obigen Fatwa zitiert wird):

The apostate should not be put to death until he has been asked to repent three times. This is the view of the majority of scholars, including ‘Umar, ‘Ali, ‘Ata’, al-Nakhaii, Maalik, al-Thawri, al-Awzaa’i, Ishaaq and others. Because apostasy comes about because of doubt, and cannot be dispelled in an instant. Time should be allowed for the person to rethink the matter, and the best length of time is three days.


(Hinweis: Die Quellenangabe ist "al-Mughni 9/18", wo bei ich die Worte auf der islamweb-Seite nur bis zur Aufzählung derjenigen, die diese Position hatten gefunden habe und das was danach kommt dann nicht. Ich habe jetzt gerade auf waqfeya gesucht und habe den Rest in 12/268 gefunden.)

Dies bedeutet also, dass der Apostat nicht getötet werden sollte bis er dreimal zur Reue aufgerufen worden ist und dies ist die Ansicht der meisten Gelehrten der Salaf as-salih.

Das heisst also im Falle des Unterlassen des Gebetes, dass der Person die Wichtigkeit des Gebetes erklärt wird und dass ihr gesagt wird, dass sie bereuen soll und wieder angefangen soll zu beten. Man gibt der Person dann Zeit und wenn sie nach der dritten Aufforderung immer noch nicht betet, so wird die Todesstrafe an ihr ausgeführt.

(Hinweis: Damit dies überhaupt implementiert werden kann braucht man natürlich einen islamischen Staat und islamische Gerichte, denn es ist nicht erlaubt solche Bestrafungen auf eigene Faust anzuwenden.)

Und übrigens: Selbst die Schafi'is, die den Nichtbetenden immer noch als Muslim ansehen, haben gesagt, dass die Person nach Aufforderung zur Reue die Todesstrafe bekommt.

Die Ahnaf/Hanafiten haben - so weit mir bekannt ist - gesagt, dass die Person solange festgenommen wird bis sie bereut und zum Gebet zurückkehrt.

Was die Malikis dazu sagen ist mir nicht bekannt.

Ma'assalamah.


Quelle: http://www.ahlu-sunnah.com/threads/46554-Wer-das-Gebet-verl%C3%A4sst-muss-get%C3%B6tet-werden?p=474732&viewfull=1#post474732

Ein Bemerkung noch:

Einige Gelehrte haben gesagt, dass die Person, die auch nur ein einziges Gebet nicht in der vorgeschriebenen Zeit betet (obwohl er es hätte beten können) oder in der Zeit wo er noch es mit einem anderen Gebet zusammenziehen hätte können, ungäubig geworden ist und diese Person wird erst dann wieder Muslim, wenn sie wieder betet.

Aber die Position von Schaykh al-Islam Ibn Taymiyyah (rahimahullah) war, dass eine Person, die manchmal das Gebet nicht verrichtet immer noch Muslim ist.
Er hat nur denjenigen als ungläubig angesehen, der gar nicht betet.

AbuBakr hat geschrieben:Sie machen doch keinen Takfir mit absetzung der Scharia aus Lust, sollen sie nun Takfir wegen dem Gebet machen??


Geehrter Bruder, diese Aussage ist in zweierlei Hinsicht nicht korrekt:

1) Es gibt auch unter den heutigen Gelehrten welche, die den Nichtbetenden als Ungläubigen ansehen. Ein Beispiel wäre z.B. Schaykh Ibn 'Uthaymin (rahimahullah), der aber wie Schaykh al-Islam Ibn Taymiyyah denjenigen, der manchmal nicht betet, immer noch als Muslim ansah.
(Und man könnte noch eine Menge anderer heutiger Gelehrter nennen, die auch den Nichtbeteten als Ungläubigen ansehen.)

2) Der Schaykh 'Abdullah 'Azzam (rahimahullah) hat in im Vorwort zum Buch "Al-'Aqidah wa Atharuha fi Bina` al-Jil" explizit erwähnt, dass der "Taschri' bi ghayri ma AnzalAllah" Unglaube ist, der einen aus der Millah rausschmeisst und auch hier kann man andere Gelehrte nennen, die genau das gesagt haben.

Wobei hierbei folgendes gesagt sei:
Wenn man weiss, was Imam Ibn Taymiyyah bezüglich den Tatar gesagt hat und wieso er auf sie Takfir gemacht hat, so sollte kein Zweifel daran bestehen, dass seine Fatwa bezüglich der Tatar auf die allermeisten heutigen Regenten anwendbar ist!
Außerdem: Die Aussage, die man übrigens auch bei früheren Gelehrten findet, dass der Regent, der manchmal von der göttlichen Gesetzgebung abweicht, nicht ungläubig ist, solange er seine Tat nicht als erlaubt ansieht ist völlig korrekt, aber so was von nicht auf die heutigen Regenten anwendbar.

Man lese sich folgendes durch:

Abu Sulayman hat geschrieben:Bezüglich solchen Stellen:
Man sollte sich bewusst machen, dass in der Geschichte der Muslime der Regent im Normalfall die Schari'ah angewendet hat. Manchmal sind aber die Regenten davon abgewichen und deswegen haben die 'Ulama` gesagt, dass dies zwar eine sehr große Sünde ist, aber es ist kein großer Kufr, solange sie dies nicht für erlaubt sehen.
D.h. diese Murji`ah heutzutage sollten endlich mal lernen die Aussagen in seinem geschichtlichen Kontext zu betrachten und zu verstehen welche Aussage sich auf welchen Fall bezieht.
Im dem damaligen Fall hat der Regent weder ein neues Gesetz herausgebracht, noch hat er bezüglich eines Bereiches des Lebens eine verbindliche Regelung aufgestellt, die dem widerspricht, was Allah ta'ala herabgesandt hat, sondern er weicht "nur" manchmal von der Schari'ah ab.

Der entscheidende Punkt ist aber:
Wir reden nicht von dem gerade erwähnten Fall (und das Taten auch nicht die damaligen Gelehrten, wenn sie deratiges gesagt haben).
Wir reden von Leuten, die einen (oder mehrere) Bereiche des Lebens mit Gesetzen regeln, die entgegen dem stehen, was Allah ta'ala herabgesandt hat. Diese Gesetze werden in den Gerichten durchgesetzt und die Einhaltung dieser Gesetze wird also verbindlich gemacht. Wie bitteschön soll das kleiner Kufr sein?? Jemand macht eine Regelung, die dem entgegensteht, was Allah ta'ala herabgesandt hat, und diese Regelung wird in den Gerichten durchgesetzt und die Menschen werden nach ihr gerichtet und dann will man vom kleinen Kufr sprechen?
Ein Teil der Religion gehört nicht mehr Allah ta'ala alleine und man spricht vom kleinen Kufr??? Allahul musta'an!!


Den ganzen Kommentar kann man hier lesen (darin wird auch mehr erklärt): http://www.ahlu-sunnah.com/threads/46317-Brauche-Hilfe-f%C3%BCr-Widerlegung?p=473850&viewfull=1#post473850

Ma'assalamah.
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